Infracore gibt neue Offerte für Spital Wetzikon ab


• Nachrichten • 2 min • awp
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Der Streit um das Spital Wetzikon geht in die nächste Runde. Das Spitalimmobilienunternehmen Infracore bringt sich mit einem neuen Angebot wieder ins Spiel.

Infracore habe sich gegenüber neun institutionellen Gläubigern der GZO AG Spital Wetzikon verpflichtet, bei einem Scheitern des Nachlassvertrags ein Kaufangebot über 70 Millionen Franken in bar für sämtliche Immobilien und Betriebsaktiven einzureichen, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Die neun Gläubiger halten laut Infracore Forderungen von rund 130 Millionen Franken. Das entspreche mehr als der Hälfte der beim Nachlassvertrag stimmberechtigten Forderungen. Diese Gläubiger lehnten den Nachlassvertrag in der vorliegenden Form schriftlich ab und begrüssten eine Offerte von Infracore.

Mit Aevis-Tochter koordiniert

Der Spitalbetrieb soll bei einer Übernahme ohne Unterbruch weiterlaufen. Infracore hat dafür nach eigenen Angaben gemeinsam mit der Aevis-Tochter Swiss Medical Network die Übernahme des Betriebs vorbereitet. Die Offerte soll eingereicht werden, falls feststehe, dass der Nachlassvertrag gescheitert sei.

Im Ringen um die Zukunft des Spitals Wetzikon fand am letzten Mittwoch eine Gläubigerversammlung statt. Ein offizielles Ergebnis davon liegt noch nicht vor.

Das Ergebnis der Abstimmung über den Nachlassvertrag nehme Zeit in Anspruch, denn die Sachwalter müssten die eingehenden Stimmen zuerst auswerten, hatte es damals geheissen. Mit einem Bericht der Sachwalter über die Ergebnisse der schriftlichen Abstimmung rechnet das Nachlassgericht bis spätestens 4. Dezember. Danach müsse das Gericht entscheiden, ob das Quorum erreicht wurde.

Bislang nur Thurgauer Angebot

Mit dem vorliegenden Nachlassvertrag war Infracore eigentlich aus dem Spiel. Denn dieser Vertrag gab der Thurgauer Spitalgruppe Thurmed den Vorzug. Er enthält konkret ein verbindlich zugesagtes Wandeldarlehen der Thurmed AG. Die Spitalgruppe, die im Besitz des Kantons Thurgau ist, erhielte damit das Recht, bis Ende 2027 eine Beteiligung von 51 Prozent an der GZO zu kaufen.

Ein nachgebessertes Angebot von Infracore wurde hingegen von der GZO im Vorfeld abgelehnt. Nach einer Prüfung der ergänzten Offerte sei die GZO zum Schluss gelangt, dass innerhalb der kurzen verbleibenden Zeit "kein belastbares" Verhandlungsergebnis erzielbar sei, hatte es damals zur Begründung geheissen. Weil eine verlässliche Grundlage fehle, werde den Gläubigern kein alternativer Nachlassvertrag vorgelegt.

Im September hatte Infracore für das Spital Wetzikon 55 Millionen Franken in bar geboten. Ausserdem wurde Liquidität zugesichert.

awp

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