Schweizer Hypothekenmarkt erholt sich deutlich im 4. Quartal 2025


Mitteilungen 2 min Resolve
Schweizer Hypothekenmarkt erholt sich deutlich im 4. Quartal 2025

Laut dem neusten Quartalsbericht des unabhängigen Hypothekenvermittlers Resolve hat sich der Schweizer Hypothekenmarkt im vierten Quartal 2025 deutlich erholt. Gegenüber dem Vorquartal stieg das Neugeschäft um 11,9 % auf CHF 23,62 Milliarden, während die Anzahl der Transaktionen um 9,4 % auf 24’526 zunahm. Damit bestätigt sich eine klare Belebung nach der im dritten Quartal beobachteten zyklischen Abschwächung.

Wohnimmobilien bleiben stabiler Wachstumspfeiler

Der Markt für selbstgenutztes Wohneigentum zeigt sich weiterhin robust. Das Volumen der Neukredite stieg leicht auf CHF 11,07 Milliarden, wobei insbesondere höhere Finanzierungssummen zum Wachstum beitrugen. Die Medianhypothek erhöhte sich im Quartalsvergleich um 5 % auf CHF 630’000.

 

  • Der durchschnittliche Beleihungsauslauf (LTV) bleibt mit rund 69 % stabil

  • Die Transaktionen nahmen spürbar zu

  • Die Tragfähigkeit der Haushalte bleibt solide

  • SARON-Finanzierungen bleiben mit einem medianen Satz von 1,00 % besonders attraktiv (10-jährige Festhypothek: 1,58 %)

Anlageimmobilien: Deutliche Rückkehr der Aktivität

Nach mehreren vorsichtigen Quartalen verzeichnete das Segment der Renditeobjekte eine ausgeprägte Erholung. Das Neukreditvolumen stieg um 21,3 % auf CHF 12,55 Milliarden. Banken agieren jedoch weiterhin selektiv und verschärfen ihre Anforderungen an Objektqualität, Energieeffizienz und nachhaltige Mieterträge.

 

  • Stark steigendes Neukreditvolumen

  • Leicht sinkender Beleihungsauslauf auf 63,8 %

  • Selektive Finanzierung mit Fokus auf Qualität und Cashflows

 

„Der Markt hat im vierten Quartal klar an Dynamik gewonnen. Während selbstgenutztes Wohneigentum weiterhin Stabilität bietet, kehrt das Investoreninteresse bei Renditeobjekten schrittweise zurück,  allerdings unter deutlich strengeren Qualitätskriterien“, erklärt Romain Dequesne, CEO von Resolve.

Wettbewerb, Margen und regionale Unterschiede

Die Bankmargen bleiben hoch und weitgehend stabil, gestützt durch das anhaltende Niedrigzinsumfeld sowie regulatorische Vorgaben im Zuge von Basel III. Der Wettbewerb ist intensiv, aber stark segmentiert: Im Wohnsegment beträgt die Zinsdifferenz zwischen dem besten und dem teuersten Angebot bis zu 0,72 %.

Regionale Unterschiede bleiben ausgeprägt:

 

  • Zürich und Genf: Historisch tiefe Leerstandsquoten (0,48 % bzw. 0,34 %) und hoher Preisdruck

  • Agglomerationen: Anhaltend hohe Nachfrage bei begrenztem Angebot

  • Randregionen: Entspanntere Marktbedingungen und geringerer Preisdruck

Ausblick

Für 2026 erwartet Resolve bei moderater Inflation eine Beibehaltung des SNB-Leitzinses bei 0,00 %. Gleichzeitig könnten Festhypothekarzinsen aufgrund internationaler Markteinflüsse leicht um rund 0,15 % bis 0,30 % ansteigen und damit das Ende der allgemeinen Zinssenkungsphase markieren.

Den vollständigen Bericht, die Medienmitteilung sowie ein Foto von Romain Dequesne können Sie dem Anhang entnehmen.

Haben Sie Fragen oder wünschen Sie ein Interview? Dann können Sie sich gerne bei uns melden.

 

Herzliche Grüsse

Viktoria Hänsel

 

 

Viktoria Hänsel

Head of Zürich Office

Senior PR Consultant

Tel: +41 76 706 98 49

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