Die Schweizer Immobilienfonds schliessen ein ausgesprochen volatiles Quartal ab. Die durchschnittliche Performance von +1.9% erscheint auf den ersten Blick erfreulich, bleibt jedoch angesichts des herausfordernden Umfelds fragil. Zwar sprechen die bisherigen und sogar mögliche weitere Zinssenkungen der SNB sowie eine hohe Liquidität im Markt für eine Erholung im weiteren Jahresverlauf.
Kotierte Immobilienfonds vermögen jedoch die Investoren derzeit kaum nachhaltig zu überzeugen – die Performance-Spanne einzelner Fonds in diesem Quartal reicht von -8% bis +8%. Mit Konjunkturpaketen und verstärkter Aufrüstung im Verteidigungsbereich stiegen in Europa zuletzt sogar die langfristigen Zinsen spürbar an. Der Renditeabstand zu Immobilienfonds beträgt mittlerweile weniger als 200 Basispunkte – ob dies eine temporäre Reaktion oder der Beginn eines strukturellen Trends ist, bleibt abzuwarten. Klar ist: die starke Nachfrage hat bei vielen Fonds zu überhöhten Preisen geführt – die aktuelle Entwicklung hat sich vom realistischen, langfristigen Wertpotential zunehmend entkoppelt. Diese Wahrnehmung scheint sich nun auch langsam am Markt abzuzeichnen. Der seit vergangenem Herbst anhaltende Aufwärtstrend im SWIIT, dem Index aller kotierten Schweizer Immobilienfonds, ist in den letzten Wochen ins Stocken geraten oder hat sich zumindest abgekühlt.
Nach den anspruchsvollen Jahren 2022 und 2023 überdenken viele Investoren ihre Strategie. Ein oft übersehener, aber substanzstarker Bereich sind die Immobilienaktien mit über 50 % Wohnanteil. Trotz häufig kritisiertem, tiefem Free Float bieten sie Stabilität. Die Daten der letzten Jahre zeigen klar: wo aktiv gesteuert wurde, konnte kontinuierlich Wert geschaffen werden – wo nicht, wurde Kapital vernichtet.
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