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Who's Who

Julian Reymond

Julian Reymond

CEO

Realstone Realstone

Porträt

«Es gibt keine Zufälle, nur Begegnungen», sagte Paul Éluard. Für Julian Reymond war diese Begegnung die Immobilienwelt.

Als Student kümmerte sich Julian Reymond um eine Liegenschaft, die seiner Grossmutter gehörte. «Ich war für den Aussenunterhalt zuständig und habe manchmal auch die Wände in den Wohnungen aufgefrischt, wenn Mieter auszogen», sagt er.

Doch damals deutete noch nichts auf eine Karriere in der Immobilienbranche hin. Er schrieb sich an der HEC Lausanne ein. Nach dem Master begann er seine berufliche Laufbahn in der Beratung bei PwC, wo er fast acht Jahre blieb. «Ich hatte dort alles gesehen und wollte den Beruf wechseln. Es war eine hervorragende Schule, aber für meinen Geschmack wurde zu wenig geschaffen.» Danach wechselte er in die Bankenwelt. Eine kurze Erfahrung, die ihn nicht wirklich überzeugte.

Genau in diesem Moment trat die Immobilienwelt wieder in sein Leben. 2013 stiess er zur Fondsleitung Realstone. «Es war eine Gelegenheit. Ich suchte ein Umfeld, in dem man etwas aufbauen kann.»

Seine Intuition erwies sich als richtig. Die Immobilienbranche faszinierte ihn sofort. «Sie ist sehr dynamisch und stark von Beziehungen geprägt. Ich war sogar überrascht, denn oft denkt man, Immobilien seien ein unbeweglicher Sektor. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall.»

Diese Realität zeigt sich auch in der starken Entwicklung der vergangenen 15 bis 20 Jahre. «Immobilienfonds sind eine Anlageklasse, die sehr schnell gewachsen ist. Heute halten praktisch alle Pensionskassen solche Anlagen, wenn auch in unterschiedlich grossem Umfang. Interessant ist zudem: In einem Umfeld mit null oder nahezu null Zinsen erzielen Obligationen nur geringe Renditen, während indirekte Immobilienanlagen deutlich höhere Renditen generieren. Zwischen 2% und 3%, bei Industrieimmobilien sogar bis zu 5%.»

Julian Reymond trat bei Realstone SA zunächst als Risk Manager ein, wurde später CFO und sah seine Verantwortlichkeiten mit der Entwicklung des Unternehmens rasch wachsen.

Ein wichtiger Schritt erfolgte mit der Übernahme einer weiteren Fondsleitung, Solvalor Fund Management, durch die Holding, die bereits Realstone hielt. Nach dem Weggang des damaligen Direktors übernahm Julian Reymond 2016 dessen Nachfolge. «2020 haben wir dann die beiden Fondsleitungen fusioniert, und mir wurde angeboten, CEO zu werden.»

Seither setzt Julian Reymond seine eigene Managementvision um. «Es ist ein wohlwollender Führungsstil, der viel Unabhängigkeit und Verantwortung gibt, verbunden mit Strenge bei der Performance-Steuerung und der Nachverfolgung der Massnahmen. Man muss sicherstellen, dass das, was entschieden wird, auch umgesetzt wird. Die Werte von Realstone sind Präzision, Teamgeist und Exzellenz.»

Für Julian Reymond ist diese Kombination der Schlüssel zur Performance in einem zunehmend kompetitiven Markt. Ebenso wichtig ist die Suche nach wertschaffenden Investitionsmöglichkeiten. Die Teams verarbeiten beträchtliche Datenmengen. «Jedes Jahr erhalten wir potenzielle Akquisitionen mit einem Gesamtvolumen zwischen 12 und 14 Milliarden Franken. Das führt jede Woche zu acht bis zehn Analysen, die dem Investitionskomitee vorgelegt werden.»

Wenn sich eine dieser Möglichkeiten konkretisiert, «ist man überglücklich». 2025 gelang es Realstone, mehr als zwanzig wertschaffende Liegenschaften für die verschiedenen Anlagevehikel zu erwerben. «Und darunter befinden sich ein bis zwei echte Perlen.»

In seiner Freizeit treibt Julian Reymond viel Sport. Er spielt Tennis und Golf, vor allem aber widmet er sich dem Trailrunning, das ihm ein Freund nähergebracht hat. «Ich hatte wieder mit dem Laufen begonnen. Unter anderem nahm ich an den 20 km de Lausanne teil, aber irgendwann wurde mir das zu monoton. Trailrunning erlaubt mir, an meine Grenzen zu gehen und nicht mehr an die Arbeit zu denken. Wenn ich am Sonntag zwei Stunden in den Bergen unterwegs bin, mitten in der Natur, kann ich vollständig abschalten. Ich mag diesen Sport sehr und trainiere entsprechend.»

Mit Erfolg: Julian Reymond nahm bereits am berühmten Sierre-Zinal teil, am Trail des Diablerets, wo er in seiner Kategorie Erster wurde, sowie am Trail im Lavaux.

Diese Freude daran, Grenzen zu überschreiten, zeigt sich auch solidarisch innerhalb der Teams von Realstone, die an Swim4Lémanhope teilnehmen. «Das ist ein Sportanlass, mit dem Mittel für die Stiftung Léman hope gesammelt werden.» Die Stiftung organisiert fünftägige Segeltörns auf dem Genfersee für junge Menschen zwischen 8 und 21 Jahren, die sich nach einer Krebserkrankung in Remission befinden, damit sie wieder an ihr Leben als Kinder und Jugendliche anknüpfen können. «Wir engagieren uns, indem wir für diese Sache schwimmen, und das ist sehr motivierend.»

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