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Nach einem sehr, sehr ruhigen Sommer an der Front der Kapitalerhöhungen ist das Geschäft im September wieder angelaufen, mit rund zehn neuen Transaktionen. Seit Jahresbeginn wurden 53 angekündigt, die rund 5 Milliarden Franken aufnehmen wollen, wobei gegen Jahresende die sehr grossen Transaktionen zurückkehren – darunter zwei über je 200 Millionen Franken, für Immofonds und Akara Swiss Diversity Property Fund PK. Gegenüber Ende September 2025 liegt der Markt dennoch recht deutlich zurück, ein Zeichen dafür, dass die Fonds immer mehr Mühe haben, interessante Liegenschaften zu finden. Parallel dazu geht die Konsolidierung der Branche weiter, mit der Fusion zwischen Procimmo Group AG und Vaudoise Real Estate SA.
Nach einem sehr stillen Sommer haben die Kapitalerhöhungen im September wieder richtig Fahrt aufgenommen, mit rund zehn neuen Transaktionen in den vergangenen Wochen, darunter mehrere von beachtlicher Grösse. Seit Jahresbeginn sind es damit 53 Transaktionen über alle Arten von Gefässen der indirekten Immobilienanlagen hinweg, die mehr als 5 Milliarden Franken aufnehmen wollen. Eindrückliche Zahlen, die gegenüber 2025 aber klar zurückliegen: Im Vorjahr standen Ende September rund siebzig Transaktionen zu Buche, die rund 7 Milliarden Franken aufnehmen wollten. Ein Beleg dafür, dass die indirekten Immobilienanlagen bei den Investoren weiterhin gesucht sind, es für die Fonds aber schwieriger ist, interessante Immobilien zu finden. Und wenn man den Fondsmanagern Glauben schenkt, wird die Lage nicht besser.
Procimmo bleibt trotz der Fusion mit Vaudoise Real Estate SA aktiv
Die grosse Nachricht der letzten Tage ist natürlich der Abschluss des Fusionsvertrags zwischen Procimmo Group AG und Vaudoise Real Estate SA am 1. Oktober. Für die Investoren und die Mitarbeitenden von Procimmo wird sich nichts ändern, so die Aussagen von Arno Kneubühler, CEO der Gruppe. Dasselbe gilt für die Fonds: Anlagestrategien, Teams und operative Strukturen bleiben dieselben. Sobald die letzten noch im Umlauf befindlichen Aktien zurückgekauft sind, wird Procimmo Group bis Ende Jahr von der Berner Börse dekotiert.
Die Vorbereitungen dieser Fusion haben das Tempo von Procimmo allerdings nicht gebremst. Anfang September kündigte der Fonds Residential PK eine Kapitalerhöhung von 100 Millionen Franken an, die zweite in diesem Jahr, mit dem Ziel, bereits identifizierte neue Objekte zu erwerben. Die Zeichnungsfrist endet Ende Oktober.
Die Fonds der Zurich Versicherung im September besonders aktiv
Eine weitere angekündigte Transaktion, über die wir bereits berichtet haben, ist die für das zweite Halbjahr geplante Kapitalerhöhung des BLKB Sustainable Property Fund, des Immobilienfonds der Basellandschaftlichen Kantonalbank. Der Betrag wurde noch nicht bekannt gegeben.
Zu erwähnen ist ferner eine Kapitalerhöhung von 75 Millionen Schweizer Franken für die Anlagegruppe «ZAST Immobilien Geschäft Schweiz» der Zürich Anlagestiftung. Dieses Kapital dient dem Erwerb von zwei Liegenschaften in Genf und Lausanne.
Ebenfalls die Zurich betreffend: ZIF Immobilien Direkt Schweiz will einen Betrag zwischen 150 und 180 Millionen Schweizer Franken aufnehmen. Diese Mittel sind für den Erwerb von vier Liegenschaften bestimmt, die der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG beziehungsweise der Zürich Lebensversicherungs-Gesellschaft AG gehören, sowie für die Renovation einer Liegenschaft in Zürich.
Zwei grosse Transaktionen für Immofonds und Akara
Die grössten im September angekündigten Transaktionen sind zunächst jene von Immofonds, die 200 Millionen Franken aufnehmen will. Das Kapital dient der Finanzierung einer neuen Bauetappe eines grossen Immobilienprojekts in Bern und der nachhaltigen Erweiterung des Immobilienportfolios, wie es in einer Mitteilung heisst.
Danach jene von Akara Swiss Diversity Property Fund PK, ebenfalls über 200 Millionen Franken. Es wird die 18. Kapitalerhöhung des Fonds sein (die letzte, Ende Frühling, brachte 215 Millionen ein) – Transaktionen, die im regelmässigen Rhythmus von zwei oder drei pro Jahr angekündigt werden.
Der Fonds GR Immobilien Schweiz der Privatbank von Graffenried plant ebenfalls eine Kapitalerhöhung, über 50 bis 55 Millionen Franken, um sein Portfolio zu stärken, neue Projekte zu finanzieren und seinen Fremdfinanzierungsgrad zu senken.
Man erinnert sich, dass Fondiaria SICAV im März gestartet war und etwas mehr als 200 Millionen Franken einsammelte. Nun plant die SICAV bereits ihre erste Kapitalerhöhung, über 50 Millionen Franken, um 18 vorwiegend als Wohnraum genutzte Liegenschaften zu erwerben, die bereits zu einem grossen Teil gesichert sind, mit einer angekündigten Bruttorendite von 4,32 %. Die Transaktion soll im November stattfinden.
Zum Schluss zwei Transaktionen von Patrimonium. Die erste von Patrimonium Urban Opportunity, die eine Kapitalerhöhung von 11 Millionen Franken zur Stärkung ihres Portfolios angekündigt hat. Die zweite von Sustainable Real Estate SICAV, über 25 Millionen Franken. Zur Erinnerung: Die SICAV war von Patrimonium übernommen worden, mit Wirkung zum 1. Juli 2026.
Immoday-Redaktion
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