Kein Rückgang der Kapitalerhöhungen im Mai

Kein Rückgang der Kapitalerhöhungen im Mai

Kapitalerhöhung 4 min Redaktion • Immoday.ch
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Das Tempo der Kapitalerhöhungen hat sich im Mai nicht verlangsamt. Mit sieben neuen Ankündigungen sollen insgesamt 650 Millionen Franken aufgenommen werden. Darunter die erste Kapitalerhöhung des Suisse Romande Property Fund in Höhe von 67 Millionen Franken. Der Markt ist derzeit so dynamisch, dass selbst weniger bei Investoren beliebte Fonds wie der Helvetica Swiss Living Fund – mit einem Agio von lediglich 3,7 % – Kapitalerhöhungen durchführen.

Mit dem Konflikt im Nahen Osten haben sich die Aktienmärkte in den letzten Wochen erholt, obwohl die Ölpreise weiterhin sehr hoch sind. Auch wenn die Märkte steigen, bleibt die Spannung spürbar. Dies mindert jedoch weder den Optimismus der Immobilienfonds noch die Nachfrage der Investoren nach dieser Anlageklasse. Ein Beleg dafür sind die sieben neuen Kapitalerhöhungen im Mai, mit einem angestrebten Gesamtvolumen von 650 Millionen Franken.

Seit Jahresbeginn sind es bereits 35 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von über 3,3 Milliarden Franken. Demgegenüber wurden in den letzten Wochen weder IPOs lanciert noch neue Börsengänge angekündigt.

Eine einzige sehr grosse Transaktion im Mai: Realstone RSF

Im letzten Artikel wurde über die grosse Kapitalerhöhung von Edmond de Rothschild Real Estate SICAV (ERRES) berichtet, die bis September 2026 450 Millionen Franken aufnehmen will.

Die grösste im Mai angekündigte Transaktion war etwas moderater: Realstone RSF plant eine Kapitalerhöhung von rund 250 Millionen Franken, die ebenfalls bis September 2026 abgeschlossen werden soll. Laut Mitteilung des Fonds sollen diese Mittel verwendet werden, um das Portfolio um 14 neue Objekte zu erweitern, darunter sieben kürzlich erworbene Immobilien sowie sieben bereits gesicherte Objekte. Diese Akquisitionen sollen dazu führen, dass der Wohnanteil im Portfolio des Fonds über 70 % steigt.

Erste Kapitalerhöhung für den Suisse Romande Property Fund

Unter den Ankündigungen im Mai ist insbesondere die erste Kapitalerhöhung des Suisse Romande Property Fund hervorzuheben. Nach einer erfolgreichen Akquisition Ende 2025 ist der Fonds wieder verstärkt in den Fokus der Investoren gerückt. Er weist seit Jahresbeginn sogar die beste Performance unter den kotierten Fonds auf, mit einer Gesamtrendite von 22,7 %. Dies hat dazu geführt, dass das Agio bis Ende Mai auf 33,6 % gestiegen ist, was nahezu dem Branchendurchschnitt von 34,6 % entspricht.

In diesem Umfeld plant der Fonds eine Kapitalerhöhung von rund 67 Millionen Franken, die in den kommenden Tagen abgeschlossen werden dürfte. Ziel ist es, den Wohnanteil im Portfolio zu erhöhen und gleichzeitig die Qualität der Immobilien zu verbessern.

Wie üblich: zahlreiche kleinere Kapitalerhöhungen

Die weiteren im Mai angekündigten Kapitalerhöhungen sind von bescheidenerer Grösse.

Der Dominicé Swiss Property Fund plant eine Kapitalerhöhung von rund 90 Millionen Franken, die im Juni abgeschlossen werden soll. Die Mittel sollen hauptsächlich zur Finanzierung eines Immobilienportfolios in den Kantonen Waadt und Genf dienen, bestehend aus Objekten mit hohen Mietreserven und Wertsteigerungspotenzialen. Ein Teil der aufgenommenen Mittel soll zudem in Entwicklungsprojekte fliessen.

Beim Erscheinen dieses Artikels dürfte 1291, die Schweizer Anlagestiftung, ihre Kapitalerhöhung von 75 Millionen Franken bereits abgeschlossen haben, ebenfalls mit dem Ziel, ihr Portfolio zu stärken.

Kapitalerhöhungen auch bei Patrimonium und Truststone

Der Patrimonium Swiss Real Estate Fund verstärkt sich ebenfalls mit einer Kapitalerhöhung von 80 Millionen Franken, die Anfang Juli abgeschlossen werden soll. Die Mittel werden für den Erwerb bestehender Immobilien, die Weiterentwicklung des Portfolios über Renovations- und Entwicklungsprojekte sowie zur Optimierung der Finanzierungsstruktur eingesetzt.

Auch die SICAV Truststone Real Estate plant eine Kapitalerhöhung von rund 35 Millionen Franken im Juli 2026. Diese Mittel sollen den Erwerb von gemischt genutzten und gewerblichen Immobilien im Kanton Waadt finanzieren. Der Fonds hebt dabei eine attraktive Rendite und eine Leerstandsquote von 0 % hervor.

Selbst weniger gefragte Fonds führen Kapitalerhöhungen durch

Interessant ist, dass das Marktumfeld derzeit so günstig ist, dass selbst weniger bei Investoren gefragte Fonds Kapitalerhöhungen durchführen. Es bleibt abzuwarten, wie sich dies weiterentwickelt. Ein Beispiel ist der Helvetica Swiss Living Fund, der lediglich ein Agio von 3,7 % aufweist, während der Branchendurchschnitt bei rund 35 % liegt (wobei das Agio am Tag vor der Ankündigung noch bei nur 1,4 % lag, was ein gewisses Investoreninteresse erkennen lässt).

Dennoch plant der Fonds eine Kapitalerhöhung von 40 bis 50 Millionen Franken. Laut Mitteilung sollen diese Mittel zur Finanzierung der Portfolioerweiterung sowie für Investitionen in bestehende Objekte verwendet werden. Mehrere Immobilien befinden sich bereits in der Pipeline. Diese befinden sich im Kanton Aargau und weisen laut Fonds Netto-Renditen über dem aktuellen Portfoliodurchschnitt auf. Ein Teil des Kapitals soll zudem in die vollständige Renovation bestehender Immobilien investiert werden, was zu einer nachhaltigen Verbesserung der Rentabilität und einer Wertsteigerung des Fonds führen dürfte.

Immoday-Redaktion 

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