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In der Schweiz sind die Angebotsmieten in den vergangenen zwölf Monaten um weitere 2,5% gestiegen. Hinter diesem Durchschnitt verbergen sich jedoch grosse regionale Unterschiede: Besonders in den Städten fielen die Anstiege fast durchweg überdurchschnittlich aus. Langfristig betrachtet ist die Entwicklung markant: Seit 2009 haben sich die Angebotsmieten schweizweit um durchschnittlich 34%, im Kanton Zürich sogar um 51% erhöht.
Nachdem das erste Halbjahr 2026 nun vorüber ist, lohnt sich ein Blick auf die Entwicklung der Wohnungsmieten. Grundlage dafür ist der Homegate-Mietindex für Angebotsmieten, den der Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank erhebt. Der Index misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neu und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote.
Anstieg in Basel und Bern moderat, in Zug und Luzern markant
Gemäss dem Homegate-Mietindex betrug der durchschnittliche Anstieg der Angebotsmieten in der Schweiz in den vergangenen zwölf Monaten 2,5%. Hinter diesem Durchschnittswert verbergen sich jedoch erhebliche regionale Unterschiede.
Auf kantonaler Ebene zeigen sich neben starken Ausschlägen auch moderate Anstiege: So erhöhten sich die Angebotsmieten in Basel-Landschaft um 1,3%, in St. Gallen um 1,4% und in Bern sowie im Tessin um jeweils 1,5%. In einigen Westschweizer Kantonen fiel der Anstieg noch geringer aus, etwa in Neuenburg mit 1,1%.
Andere Kantone ziehen den nationalen Durchschnitt dagegen nach oben. Dazu zählen Luzern (+4,6%), Zug (+4,9%) und Genf (+5,3%). Wie zu erwarten war, liegt auch der Kanton Zürich mit 3,3% weiterhin über dem Schweizer Durchschnitt.
Überdurchschnittlicher Anstieg in fast allen grossen Städten
Ebenfalls wenig überraschend treiben auch grosse städtische Zentren – es sind praktisch immer dieselben – den Durchschnittswert in die Höhe. Ein Blick auf die grössten Städte der Schweiz zeigt, dass die Mietsteigerungen dort nahezu durchweg über dem Landesdurchschnitt liegen.
An der Spitze dieser Entwicklung steht Luzern mit 6% vor Genf mit 5,5% und Lausanne mit 3,6%. Zürich, Basel und Lugano folgen mit etwas mehr als 3%. Die Ausnahmen bilden St. Gallen und Bern, wo die Angebotsmieten mit 1,1% bzw. 1,7% moderater stiegen.
Über längeren Zeitraum betrachtet überall markanter Anstieg
Betrachtet man die Entwicklung über einen längeren Zeitraum, zeigt sich ein deutlicher Anstieg der Angebotsmieten in der ganzen Schweiz.
Der durchschnittliche kumulierte Anstieg seit Einführung des Homegate-Mietindex im Januar 2009 liegt bei 34%. Deutlich höhere Werte zeigen jedoch die bei den Investoren beliebtesten Kantone: In Zürich beträgt der Anstieg 51%, in Genf und Luzern 47% und in der Waadt 45%. Einige beliebte Kantone liegen hingegen näher am Durchschnitt, etwa Basel-Stadt mit 35% oder Bern mit 27%.
Am wenigsten gestiegen sind die Angebotsmieten in den Kantonen, die von den Investoren seit jeher weniger beachtet werden. Dazu gehören vor allem Westschweizer Kantone wie Jura und Neuenburg mit jeweils 8%, sowie Freiburg mit 11%.
Die Redaktion • Immoday.ch
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