Trotz gestiegener Preise ist Kaufen nach wie vor vorteilhafter als Mieten

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Aktuell 3 min Immoday.ch
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Trotz weiter steigender Immobilienpreise und leicht anziehender Hypothekarzinsen bleibt Kaufen laut einer aktuellen Raiffeisen-Studie eindeutig die besser Wahl: Als Eigentümer lassen sich die monatlichen Wohnkosten um bis zu einem Viertel senken. Doch aufgepasst: Die regionalen Unterschiede sind bisweilen erheblich. In den Grossstädten ist der Kauf von Wohneigentum am interessantesten.

Wer zwischen Kaufen und Mieten schwankt, für den hat sich die Situation in den letzten Monaten kaum geändert: Kaufen lohnt sich immer noch – trotz der weiterhin steigenden Immobilienpreise. Mitte 2026 lagen die Preise für Einfamilienhäuser 3,4% und für Stockwerkeigentum 4,2% über dem Vorjahresniveau, so Raiffeisen.

Die Ökonomen führen den Preisanstieg meist auf die bekannten Faktoren zurück – das Bevölkerungswachstum und die geringe Zahl an Neubauten. Dabei wird jedoch ein wesentlicher Aspekt häufig unterschätzt: Die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohneigentum ist auch dadurch bedingt, dass Wohneigentümer von einem beachtlichen Wohnkostenvorteil profitieren.

Erheblicher Wohnkostenvorteil für Käufer

Auch wenn die Hypothekarzinsen in den vergangenen Wochen leicht gestiegen sind, bietet der Kauf laut den Raiffeisen-Ökonomen nach wie vor erhebliches Sparpotenzial gegenüber dem Mietzins. In den günstigsten Fällen können Eigentümer ihre monatlichen Wohnkosten um bis zu einem Viertel reduzieren (bei einer klassischen 4-Zimmer-Eigentumswohnung). 

Nach den Berechnungen von Raiffeisen aus den vergangenen zehn Jahren müsste der Zinssatz für zehnjährige Festhypotheken auf über 2,50% steigen, damit sich das Verhältnis umkehrt und Mieten wieder die günstigere Option wäre. Bei einem aktuellen Durchschnittszins von rund 1,90% ist dieses Niveau noch lange nicht erreicht.

Doch aufgepasst: Nicht überall spart man gleich viel ein. Laut Raiffeisen gibt es grosse regionale Unterschiede. Alles in allem ist der Kauf von Wohneigentum in den grossen Agglomerationen am vorteilhaftesten. Dort sind die Immobilienpreise zwar besonders hoch, doch die Mieten sind regelrecht explodiert, sodass Käufer erhebliche Einsparungen erzielen können.

In der Stadt lohnt sich der Kauf mehr als auf dem Land

In ländlichen Regionen sind die Mieten relativ tief, sodass das Sparpotenzial geringer ist. Gemäss den Berechnungen von Raiffeisen ist der Unterschied in der Genferseeregion am grössten: Wer kauft statt mietet, kann als Haushalt rund 11% der Wohnkosten einsparen. In den anderen grossen Wirtschaftszentren der Schweiz wie Bern, Basel oder Zürich liegt das Sparpotenzial bei 8 bis 9%. In den periphereren Regionen fällt der Unterschied hingegen mit gerade einmal 2 bis 3% deutlich geringer aus.

Sollten die Immobilienpreise jedoch weiterhin in diesem Tempo steigen, dürfte der Kostenvorteil für Käufer hingegen zunehmend kleiner werden. 

Die regulatorischen Finanzierungshürden werden die Nachfrage schwächen

Mit den steigenden Immobilienpreisen häufen sich zugleich auch die regulatorischen Finanzierungshürden für den Erwerb von Wohneigentum – sei es in Sachen erforderliches Eigenkapital oder finanzielle Tragbarkeit. Diese neuen finanziellen Hürden erschweren für viele Haushalte den Zugang zu Wohneigentum zunehmend.

Die Folge: Laut Raiffeisen zeichnet sich bereits seit mehreren Quartalen eine Verlangsamung der Nachfrage ab, was sich schon bald auf die Preise auswirken könnte.

In den letzten beiden Quartalen ist die Zahl der von Banken finanzierten Eigenheimtransaktionen tatsächlich zurückgegangen – um 4% bei Stockwerkeigentum und um 1,2% bei Einfamilienhäusern. Gleichzeitig hat sich die Vermarktungsdauer verlängert. Laut Raiffeisen schlägt sich die nachlassende Nachfrage bereits in den Preisen nieder. Sowohl bei Stockwerkeigentum als auch bei Einfamilienhäusern haben die Preise gemäss der Bank bereits im zweiten Halbjahr 2025 ihren Höhepunkt überschritten. 

Die Redaktion

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