
Die BCV baut Ihre Depotbank-Tätigkeiten weiter aus, um den Bedürfnissen ihrer Kundschaft gerecht zu werden. Diese Strategie zahlt sich aus: Die Depotbank der BCV ist mit ihrem Team von renommierten Spezialistinnen und Spezialisten, einem verwalteten Vermögen von rund 25 Milliarden Franken und einer starken Präsenz in der Deutschschweiz landesweit führend im Bereich der Private-Label-Immobilienfonds.
Die Depotbank der BCV hat gerade ihr 20-jähriges Jubiläum als Depotbank für indirekte Immobilienanlagen gefeiert. Es waren 20 erfolgreiche Jahre, denn mit einem verwalteten Vermögen von rund 25 Milliarden Franken ist sie heute Marktführerin in ihrem Bereich. Um in diesem komplexen Geschäftsfeld auch künftig an der Spitze zu bleiben, braucht es ein Top-Team, viel Innovationskraft und einen einwandfreien Service. Man kann sich daher die Frage stellen: Welche Bedeutung hat die Depotbank heute für die BCV und warum wird diese sehr spezifische Tätigkeit im Dienstleistungsportfolio beibehalten? Die Antworten darauf liefert uns Christian Meixenberger, Mitglied der Generaldirektion der BCV, zu dessen Division die Depotbank gehört.
Christian Meixenberger, weshalb ist es für die BCV wichtig, Depotbankdienstleistungen anzubieten?
Depotbankdienstleistungen zählen seit jeher zum traditionellen Geschäft der BCV. Zuerst richteten sie sich an die Effektenfonds, seit 21 Jahren nun auch an die Immobilienfonds.
Wurde das nie in Frage gestellt?
Doch, als Swisscanto im Jahr 2015 von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) aufgekauft wurde und sämtliche Depotbank-Tätigkeiten an die ZKB übergingen, haben wir uns schon gefragt, ob es noch gerechtfertigt sei, die Depotbank beizubehalten. Dann haben wir uns aber entschlossen, unsere ganze Erfahrung in diesem Bereich nicht einfach aufzugeben, sondern das Know-how zu nutzen, um die Depotbank-Tätigkeiten zu stärken und weiter auszubauen. Und wir hatten recht, denn heute sind wir in der Schweiz die klare Nummer 1 für Private-Label-Immobilienfonds. Vor der ZKB!
Lohnt sich diese Tätigkeit für die BCV?
Ja, das Depotbankgeschäft ist profitabel, auch wenn die Margen in diesem Bereich geringer sind als in anderen unserer Geschäftsbereiche. Die Rentabilität in einer Nische mit starkem Wachstum wie dem Schweizer Immobilienmarkt ist dennoch durchaus attraktiv.
Besteht die Strategie der Banken nicht genau darin, sich auf jene Geschäfte zu konzentrieren, die am meisten einbringen?
Man muss dies ganzheitlich betrachten. Mit unserer Depotbank erfüllen wir die Bedürfnisse von Kundinnen und Kunden, die auch andere Dienstleistungen der BCV nutzen, etwa das Asset Management oder Finanzierungslösungen. Ohne das eine gäbe es vermutlich auch das andere nicht. Wir verfolgen eine Cross-Selling-Strategie, die sowohl für uns als auch für die Kundschaft Vorteile bringt. So profitieren letztlich alle.
Sie haben bereits gesagt, dass die Depotbank der BCV schweizweit führend ist bei den Private-Label-Immobilienfonds. Mit welcher Strategie wollen Sie diese Position verteidigen?
Diese Position verdanken wir vor allem der Qualität unserer Teams, die sich aus hochspezialisierten Fachkräften im Bereich der indirekten Immobilienanlagen und aus jungen, sich laufend weiterbildenden Talenten zusammensetzen. So können wir unsere Kundschaft optimal begleiten, wenn sie neue Produkte lancieren will, wie früher die ersten SICAV oder im letzten Jahr die ersten L-QIF. Ferner ist es auch entscheidend, dass die Teams der Depotbank sich auf den hervorragenden Support durch das Back-Office der BCV verlassen können. Auch dieses entwickelt vor allem seine technischen Kompetenzen mit erheblichem Aufwand laufend weiter. Und last but not least beruht unser Erfolg auf dem Ökosystem, das wir rund um unsere Depotbank herum aufgebaut haben und das es uns ermöglicht, unserer Kundschaft in so sensiblen Fragen wie der Strukturierung der Anlagevehikel, der Beratung in Immobilienstrategien, der Belebung des Sekundärmarktes und der Unterstützung von Vertriebs- und Marketingmassnahmen einen Mehrwert zu bieten.
Sie haben eine Depotbank, aber keine Fondsleitung. Ist dies der nächste Schritt?
Im Rahmen eines One-Stop-Shop Ansatzes wäre dies in der Tat ein Bereich, in dem wir uns weiterentwickeln könnten und der unserer Kundschaft einen Mehrwert bieten würde. Allerdings haben wir momentan noch keine konkreten Pläne.
Sie verfügen allerdings über Ihre Tochtergesellschaft GEP SA, die als Fondsleitung des Fonds Immobilier Romand (FIR) fungiert, zumindest indirekt bereits über Kompetenzen in diesem Bereich.
Die GEP SA ist in der Tat eine Fondsleitungsgesellschaft für Immobilienfonds, die sich derzeit auf die Leitung und die Verwaltung des FIR konzentriert. Mit der Gérifonds SA verfügen wir auch über Kompetenzen in der Effektenfondsverwaltung für mehrere Kundinnen und Kunden. Beide Gesellschaften sind unabhängige Tochtergesellschaften der BCV, auch wenn wir sie als Alleinaktionärin kontrollieren. Falls unsere Kundinnen und Kunden im Kompetenzbereich unserer Tochtergesellschaften keine geeigneten Lösungen finden, greifen wir schon heute auf externes Fachwissen zurück, das heisst auf Immobilien- und Effektenfondsleitungen, die in ihrem Bereich spezialisiert sind.
Die Redaktion • Immoday.ch
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