REM 2026: Fokus auf die Zukunft des Immobilienmarkts

REM 2026: Fokus auf die Zukunft des Immobilienmarkts

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Das Real Estate Meeting (REM) 2026 geht mit einer sehr positiven Bilanz zu Ende. An der Messe, die Ende März im SwissTech Convention Center stattfand, kamen wichtige Akteure der Immobilienbranche zusammen. Mehr als 4500 Teilnehmende waren zugegen.

Das REM, das als «Observatorium» für Veränderungen in der Immobilienbranche angedacht war, ist mittlerweile zu einer einflussreichen Plattform geworden. Im Laufe der Jahre hat sich diese Veranstaltung zu einem sehr wichtigen Treffen für Investoren, Bauträger, Institutionen, Verwaltungen und Fachexperten entwickelt.

Im Mittelpunkt standen drei Schwerpunktthemen: Innovation und Technologien, Finanzen und Investitionen sowie Entwicklung und Nachhaltigkeit. Sie spiegeln das derzeitige Spannungsfeld wider, in welchem sich der Immobilienmarkt bewegt: Umweltschutz, Renditestreben und sich wandelnde Gewohnheiten, insbesondere im Bereich des Seniorenwohnens. In mehreren Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops wurden diese Themen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Währen der drei Messetage gab es zahlreiche Highlights, darunter insbesondere der Vortrag von Bernard Nicod vor einem übervollen Saal.

Klima und Immobilien

Umweltschutz stand ganz oben auf dem Programm. Mit der Konferenz «Klimarisiken: Wie sieht die Zukunft des Schweizer Immobilienbestands aus?» wurde die Debatte über die Folgen des Klimawandels für den Immobilienbestand eröffnet und der Rahmen der Diskussion abgesteckt. Anschliessend wurden in der Podiumsdiskussion «Die nächste energiepolitische Herausforderung: Wie lässt sich der Schweizer Immobilienbestand angesichts der Klimaerwärmung abkühlen?» konkrete Ansätze erörtert, wie Gebäude widerstandsfähiger gegen Sommerhitze gemacht werden können. Denn es besteht die Gefahr, dass ein bedeutender Anteil der Wohnungen in der Schweiz ohne bauliche Anpassungen in Zukunft kaum noch bewohnbar sein wird. Die Teilnehmenden diskutierten verschiedene Ansätze zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit von Gebäuden, darunter passive Lösungen, aktive Systeme und strukturierte Netzwerke.

Banken mit neuem Hauptsitz

Immobilien können auch die Identität und Strategie eines Finanzinstituts prägen. Dieses Thema wurde in einer Podiumsdiskussion mit dem Thema «Privatbanken, die dank ihrem neuen Sitz ihr Image verändern» erörtert. Teilgenommen haben Vertreter von Lombard Odier, Pictet und Banque Edmond de Rothschild. Der Hauptzweck dieser Vorhaben bestand darin, alle Abteilungen in einem einzigen Gebäude unterzubringen. Ziel war es aber auch, Lebensräume zu schaffen, den informellen Austausch und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu fördern und gleichzeitig die Finanzinstitute fest in ihrer Region zu verankern und ihnen einen nachhaltigen, modernen Charakter zu verleihen. Die Sitze dieser Finanzinstitute zeichnen sich durch eine kühne Architektur aus, wie die geschwungene Fassade von Lombard Odier oder der 23-stöckige Turm von Pictet belegen. Im Innenbereich liegt der Schwerpunkt auf Atrien, Grossraumbüros, Besprechungsräumen und Gemeinschaftsbereichen. So sollen die Zusammenarbeit und Kreativität zwischen den Teams gefördert werden. Zudem müssen die Banken diese neue Infrastruktur mit den Mobilitätserwartungen der Kundschaft und den hybriden Arbeitsmodellen der Mitarbeitenden in Einklang bringen.

StWE und Markt für verbriefte Immobilienanlagen

Erwähnenswert ist auch eine Podiumsdiskussion über den Stellenwert des StWE im Markt für verbriefte Immobilienanlagen. Beleuchtet wurden der Zugang zu Wohneigentum und die Rolle des StWE in einem Immobilienmarkt, in welchem den Fonds und Finanzanlagen eine zentrale Rolle zukommt. Die Teilnehmenden diskutierten über die Unterscheidung zwischen selbstgenutztem Wohneigentum und Wohneigentum als Renditeobjekt. Sie befassten sich auch mit städtischer Verdichtung, sozialer Durchmischung und der Akzeptanz der Projekte durch die Anwohner.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Professionalisierung der Immobilienverwaltung angesichts der zunehmenden Bedeutung von Fonds und Genossenschaften und die Auswirkungen dieser Professionalisierung auf die Verfügbarkeit und Qualität des Mietwohnungsbestands. Die Teilnehmenden betonten, wie wichtig es ist, bezahlbare Mietwohnungen zu erhalten, gleichzeitig aber auch jungen Familien und Erstkäufern den Zugang zu Wohneigentum zu erleichtern und durch die Regulierung von Immobilieninvestitionen ein Gleichgewicht zwischen finanzieller Rendite und der sozialen Funktion von Wohnraum zu wahren.

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