Laut den Investoren dürfte der Anstieg der Immobilienpreise 2027 weitergehen

Laut den Investoren dürfte der Anstieg der Immobilienpreise 2027 weitergehen

• Aktuell • 4 min • Immoday.ch
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KPMG hat soeben seinen jährlichen Swiss Real Estate Sentiment Index publiziert. Die Investoren bleiben zuversichtlich, was das Potenzial von Immobilien angeht, besonders von Wohnimmobilien. Der Preisanstieg insgesamt dürfte 2027 weitergehen, vor allem in Zürich, in der Zentralschweiz und in der Genferseeregion, auch wenn sich das Tempo gegenüber den letzten Jahren verlangsamen dürfte. Als Folge dieses ständigen Preisanstiegs werden interessante Gelegenheiten für die Investoren immer seltener. Erstmals beginnen die Zinsen die Investoren zu beunruhigen. Und nicht zu vergessen die Verschärfung der Lex Koller.

Wie jedes Jahr publiziert KPMG seinen Swiss Real Estate Sentiment Index, der mit der Befragung von knapp 400 Fachleuten der Branche, die über 360 Milliarden Franken auf die Waage bringen, ein Frühindikator für die erwarteten Entwicklungen auf dem Schweizer Immobilienanlagemarkt sein will.

Nun, diesem Index zufolge ist die Zukunft ziemlich wolkenlos. Wie KPMG zusammenfasst, bleiben die Erwartungen zur Preisentwicklung für sämtliche Immobilienkategorien positiv, und besonders für Wohnimmobilien. Dagegen dürfte sich das Tempo des Preisanstiegs gegenüber dem 2025 verzeichneten Rekord verlangsamen. Der grosse Wermutstropfen ist, wenig überraschend, dass interessante Investitionsgelegenheiten immer seltener werden, vor allem in den von den Investoren am stärksten gesuchten Regionen wie Zürich und dem Genferseebogen.

Steigende Preise bei Wohnimmobilien, sinkende bei Verkaufsflächen

Im Detail erwarten knapp zwei Drittel der Befragten, und besonders die Vorsorgeeinrichtungen und die professionellen Investoren, in den kommenden zwölf Monaten insgesamt leicht steigende Preise. Vor allem im Wohnsegment, analysiert Beat Seger, Immobilienexperte bei KPMG Schweiz, wo 90% der Befragten mit steigenden Preisen rechnen, während für Büroflächen sowie Industrie- und Gewerbeflächen relativ stabile Preise erwartet werden. Dagegen sind die Aussichten für Verkaufsflächen negativ.

Richtet man den Blick auf die geografischen Räume, sind die Erwartungen steigender Preise, wiederum ohne Überraschung, besonders hoch für die grossen Zentren, nun aber auch für die mittelgrossen Städte. Die stärksten Preisanstiege werden in Zürich, in der Zentralschweiz und in der Genferseeregion erwartet. Nichts Neues unter der Sonne. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass die einzige Region, in der die Investoren mit sinkenden Preisen rechnen, das Tessin ist, und dort besonders Lugano.

Die Knappheit verschärft sich im Wohnsegment

Zwar bleibt der Immobilienmarkt als Ganzes solide, doch die Knappheit verschärft sich im Wohnsegment weiter. Knapp 84% der Befragten, 5 Prozentpunkte mehr als 2025, gehen davon aus, dass interessante Investitionsgelegenheiten seltener werden. Eine ausgeprägte Knappheit bei Wohnimmobilien, die aber auch bei Büroimmobilien sowie in Industrie und Gewerbe zunimmt. Tatsächlich wird einzig das Angebot an Verkaufsflächen von den Investoren als ausreichend beurteilt.

Diese Knappheit erklärt sich natürlich damit, dass Wohnimmobilien bei den Investoren mit Abstand die beliebteste Immobilienart bleiben. Wie KPMG erläutert, würden die Befragten bei einem hypothetischen Anlagevolumen von hundert Millionen Franken im Durchschnitt 64% in Wohnimmobilien investieren. Bei den Vorsorgeeinrichtungen steigt dieser Anteil sogar auf 73% und bei den Entwicklern auf 70%. Auf Büroimmobilien entfielen 13% des gesamten Anlagevolumens, auf Gewerbeimmobilien 12%, auf Spezialimmobilien 7% und auf Verkaufsimmobilien 4%.

Die Zinsen und die Lex Koller beginnen die Investoren zu beunruhigen

Bei den Sorgen der Investoren ist ebenfalls wenig Überraschendes zu finden: Sie schimpfen über eine zunehmende Regulierung und wachsende administrative Auflagen. Dagegen treten erstmals die Zinsrisiken in Erscheinung.

Davon abgesehen bleiben für die Investoren, wie jedes Jahr, Einsprachen und Baubewilligungsverfahren die grössten Hindernisse für die Entwicklung neuer Projekte. Ebenso die Verzögerungen bei der Verabschiedung der Bau- und Zonenordnungen, was zu Unsicherheit bei den Bauprojekten führt.

Die jüngste Sorge, über die wir bereits viel berichtet haben, ist die Verschärfung der Lex Koller. Für zwei Drittel der befragten Investoren könnte diese Verschärfung einen Wertabschlag bei den Immobilienfonds und einen negativen Effekt auf die Liquidität des Marktes für Immobilientransaktionen nach sich ziehen. Mit einer Verschiebung der Kapitalallokation hin zu anderen Anlagekategorien als Folge. Was auf Dauer negative Folgen für die gesamte Schweizer Immobilienbranche hätte.

Die Redaktion • Immoday.ch

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