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Angesichts des aktuellen Niveaus der Hypothekarzinsen sollte der Referenzzinssatz dieses Jahr unverändert bleiben. Laut UBS wird er zwar von 1,25 auf 1,5% steigen, aber erst im Juni 2027. Sollte der Krieg im Nahen Osten jedoch andauern und zu einem Inflationsschub führen, dürfte der hypothekarische Referenzzinssatz bereits im Dezember 2026 anziehen.
Am 1. Juni hat das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) den neuen hypothekarischen Referenzzinssatz veröffentlicht, der erwartungsgemäss unverändert bleibt. Angesichts der steigenden Langfristzinsen rechnen viele damit, dass er demnächst steigen wird. Laut UBS, die soeben eine Studie zu diesem Thema veröffentlicht hat, dürfte der hypothekarische Referenzzinssatz jedoch während des ganzen Jahres 2026 bei 1,25% verharren. Die Bank geht zwar von einem Anstieg auf 1,5% aus, allerdings erst im Juni 2027 (Hinweis: Bei einem Anstieg des Referenzzinssatzes um einen Viertelprozentpunkt ist eine Mietzinserhöhung um bis zu 3% möglich).
SNB belässt den Leitzins in den kommenden zwölf Monaten bei null
Gemäss den Einschätzungen der Ökonomen der Bank wird der Nahostkonflikt in diesem Sommer beendet, sodass der Inflationsdruck zurückgehen und die SNB veranlassen wird, den Leitzins unverändert bei 0% zu belassen. Erst 2027 dürfte dieser auf 0,25% angehoben werden.
So dürften in den Augen der Bank die günstigen Hypothekenkonditionen mindestens für die nächsten zwölf Monate anhalten.
Zwar haben die Zinsen für Festhypotheken aufgrund von steigenden Inflationserwartungen weltweit seit Februar um mehr als 30 Basispunkte angezogen, doch reicht dies nach Meinung der UBS für einen höheren Referenzzinssatz nicht aus. Dieser dürfte nicht vor Juni 2027 steigen.
Höherer Referenzzinssatz bereits im Dezember möglich, falls der Nahostkonflikt andauert
Das einzige grosse Risiko stellt aus Sicht der UBS derzeit der Nahostkonflikt dar. Sollte sich dieser in die Länge ziehen und zu einem Anstieg der Inflation führen, könnte die SNB ihre Strategie ändern.
In diesem Fall könnte bereits die Tatsache, dass der Markt mit einer Anhebung des Leitzinses rechnet – noch bevor diese tatsächlich erfolgt –, zu einem Anstieg der Hypothekarzinsen führen und sich letztlich in einem höheren Referenzzinssatz niederschlagen.
Dieser könnte dann laut UBS bereits im Dezember 2026 auf 1,5% steigen. Schaut man sich die Zahlen genau an, so stellt man fest, dass wir uns sehr nahe am Wendepunkt befinden. Gemäss den Berechnungen der Ökonomen würde ein Anstieg der durchschnittlichen Hypothekarzinsen um 6 Basispunkte genügen, damit der Referenzzinssatz um einen Viertelprozentpunkt anzieht.
Anders sieht es aus, wenn der Nahostkonflikt zu einer weltweiten Rezession führt
Zu Beginn der Jahres waren viele Spezialisten der Auffassung, die SNB habe keine andere Wahl, als rasch zu Negativzinsen zurückzukehren. Doch durch den geopolitischen Kontext hat sich die Lage völlig verändert. In den Augen der UBS ist eine Rückkehr zu Negativzinsen wenig wahrscheinlich. Allerdings ist es möglich, dass sich der Nahostkonflikt in die Länge zieht und zu einer weltweiten Rezession sowie zu einem erhöhten Druck auf den Schweizer Franken führt.
Das wäre für die Mieter eine gute Nachricht (sofern eine weltweite Rezession als gute Nachricht erachtet werden kann), da der hypothekarische Referenzzinssatz dann auch über das Jahr 2027 hinaus bei 1,25% verharren dürfte.
Immoday.ch
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