
Auch wenn sie im April weniger stark zugelegt haben als die kotierten Fonds zeigen sich die Immobiliengesellschaften mit einer YTD-Performance des REAL-Index von 10,4% nach wie vor äusserst solide. Damit schneiden sie deutlich besser ab als der SWIIT-Index (-0,6%) und der SMI (-0,8%). Die Nachfrage der Investoren ist weiterhin sehr hoch. Das Gesamttransaktionsvolumen übersteigt jenes der kotierten Fonds, obwohl sich die Universen deutlich in ihrer Grösse unterscheiden: mehr als 80 Milliarden Franken für die kotierten Fonds und knapp 30 Milliarden für die Immobiliengesellschaften.
Im April blieben die Immobiliengesellschaften ausnahmsweise hinter dem SMI zurück. Doch angesichts ihres seit Jahresbeginn kumulierten Vorsprungs wirkte sich dies kaum auf die Anleger aus.
Ihre YTD-Performance beläuft sich auf 10,4% (Ende März 9,7%; Ende Februar 14,7%). Damit schneiden sie nach wie vor deutlich besser ab als alle anderen verbrieften Immobilienanlagen: Die YTD-Performance des SWIIT (kotierte Fonds) beträgt -0,6% (Ende März -4,3%) und diejenige der nicht kotierten Fonds 1,6% (gemäss Immo Desk der BCV). Die Immobiliengesellschaften liegen somit deutlich vor dem SMI, dessen YTD-Perfomance sich auf -0,8% (Ende März -3,6%) beläuft.
Deutlich höheres Transaktionsvolumen bei den Immobiliengesellschaften
Wie bereits in den vergangenen Monaten lag das durchschnittliche Agio des REAL-Index (39%) auch Ende April deutlich über dem durchschnittlichen Agio der kotierten Fonds (33,9%). Die anormale Situation hält also an (in der Vergangenheit war das durchschnittliche Agio der kotierten Fonds immer höher als dasjenige der Immobiliengesellschaften).
Die Erklärung ist einfach: Wie bereits im Februar und März ist die Nachfrage nach Immobiliengesellschaften viel höher als nach kotierten Immobilienfonds. Derzeit gibt es 17 Immobiliengesellschaften mit einer Gesamtmarktkapitalisierung von etwas mehr als 30 Milliarden Franken sowie 48 kotierte Immobilienfonds mit einer Gesamtmarktkapitalisierung von 82 Milliarden Franken. Trotz der unterschiedlichen Grösse der beiden Universen fällt das Gesamttransaktionsvolumen bei den Immobiliengesellschaften etwas höher als bei den kotierten Fonds. Dasselbe gilt auch für die Einzeltitel: Die am meisten gehandelte Immobiliengesellschaft – Swiss Prime Site – weist ein fast viermal so hohes Transaktionsvolumen auf wie der begehrteste Immobilienfonds, der UBS Swiss Sima. Dennoch ist das Handelsvolumen der Immobiliengesellschaften letztlich sehr gering, sodass deren Liquidität nicht gerade üppig ist. Dies erklärt auch die starken Kursschwankungen, wenn mit dem Einstieg neuer Anleger die Nachfrage anzieht – wie es in den letzten Monaten der Fall war.
Swiss Prime Site weist nach wie vor das höchste Agio aller verbrieften Immobilienvehikel auf
In Bezug auf die individuelle Performance weist die Swiss Prime Site nach wie vor das höchste Agio aller verbrieften Immobilienvehikel auf: Ende April betrug dieses 60,9% (Ende März 61,2%; Ende Februar 68,7%) und lag damit knapp über demjenigen des besten kotierten Fonds, des UBS Direct Residential (60,4%). Bei der Swiss Prime Site, die, wie bereits erwähnt, das liquideste aller verbrieften Immobilienvehikel ist, beläuft sich die YTD-Performance auf 12,7%.
Das ist bei Weitem nicht die beste Wertentwicklung unter den Immobiliengesellschaften. Das Feld führt die HIAG Immo an, die seit Jahresbeginn 18,1% zugelegt hat (Agio: 16,6%). Den zweiten Platz belegt die Zueblin Immo, deren YTD-Performance sich auf 15,2% beläuft (Agio: 20,1%). Auf dem dritten Platz folgt die Cham Group mit einer YTD-Performance per Ende April von 14,2% und einem Agio von 22,9%.
Noch zwei Immobiliengesellschaften mit einem Disagio
Zwei Immobiliengesellschaften weisen trotz einer positiven YTD-Performance immer noch ein Disagio auf: Die Novavest (-0,3%; Ende März -1,3%) und die SF Urban Properties (-15,7%; Ende März -17,1%).
Und zu guter Letzt noch eine News: Die Warteck Invest, deren Börsenwert 430 Millionen Franken beträgt, will eine Opting-up-Klausel von 49% einführen. Wird diese an der nächsten Generalversammlung der Aktionäre Ende Mai angenommen, ist ein Pflichtangebot nur dann erforderlich, wenn ein Aktionär die Schwelle von 49% des Aktienkapitals übersteigt (bisheriger Schwellenwert 33,3%). Theoretisch könnte ein Aktionär so eine Kapitalerhöhung vollständig allein zeichnen, ohne ein Angebot unterbreiten zu müssen.
Die Redaktion • Immoday.ch
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