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Mit der Alterung der Bevölkerung ist die Frage nach spezifischen Immobilienangeboten für Senioren aktueller denn je. Für Schweizer Investoren bleibt das Segment jedoch eine vielversprechende, aber noch wenig bekannte Nische. An der fünften Journée romande des fonds immobiliers wird das Thema nicht nur diskutiert: Vorgestellt wird auch ein konkretes Waadtländer Projekt im Bereich «Senior Housing» – zusammen mit den Projektverantwortlichen, den Investoren und dem Vertreter der Gemeinde, die das Vorhaben aufnimmt. Für Immobilienfachleute bietet sich damit die Gelegenheit, in ein konkretes Immobilienprojekt einzutauchen.
Die fünfte Journée romande des fonds immobiliers findet am 24. September in Crissier bei Lausanne statt. Wie jedes Jahr wird die Veranstaltung von IMvestir Partners SA organisiert. Sie bietet Fachleuten aus direkten und indirekten Immobilienanlagen – von der Fondsleitung bis zu Investoren – die Gelegenheit, den Büroalltag zu verlassen, sich mit den jüngsten Marktentwicklungen auseinanderzusetzen, ihr Netzwerk zu pflegen und ein konkretes Immobilienprojekt vor Ort kennenzulernen.
Eine spannende Herausforderung: mit Immobilienprojekten auf die demografische Alterung reagieren
In diesem Jahr richtet sich der Fokus der Veranstaltung auf eine spannende Nische: Immobilien für Senioren. In der Schweiz ist dieses Segment für Investoren nach wie vor ein Nischenmarkt, der noch wenig erschlossen ist.
Dabei ist der Bereich vielversprechend, und angesichts der demografischen Entwicklung dürfte die Nachfrage kaum abnehmen. In den USA etwa ist «Senior Housing» seit Langem ein bei Investoren gefragtes Immobiliensegment. Beispiele dafür sind Welltower mit einer Börsenkapitalisierung von knapp 110 Milliarden Franken – und damit mehr als alle kotierten und nicht kotierten Schweizer Immobilienfonds zusammen – sowie einem Portfolio von rund 3000 Liegenschaften, vor allem in den USA, Kanada und im Vereinigten Königreich. Hinzu kommt Ventas mit einer Börsenkapitalisierung von etwas über 30 Milliarden Franken und knapp 1500 Liegenschaften.
Die Beteiligten stellen in Crissier ein konkretes Seniorenwohnprojekt vor
Doch auch in der Schweiz kommt Bewegung in das Thema. Das soll die Hauptdiskussion an der fünften Journée romande des fonds immobiliers zeigen. Im Mittelpunkt steht ein Projekt, das derzeit in Crissier finalisiert wird. Darüber sprechen der Leiter Immobilienentwicklung von Bonacasa, einer Immobiliengesellschaft, die auf die Konzeption und den Betrieb seniorengerechter Immobilienprojekte spezialisiert ist, der Gemeindepräsident von Crissier sowie die vom Centre Patronal verwaltete Vorsorgestiftung Vitems, die in das Projekt investiert hat.
«Jedes Jahr wählen wir eine Immobiliennische oder ein emblematisches Projekt des Waadtländer Marktes aus und rücken es ins Zentrum», erklärt Laure Carrard, Direktorin und CIO von IMvestir Partners SA. «Vor zwei Jahren war es die Entwicklungsstrategie des Lausanner Westens, im vergangenen Jahr das Biopôle und in diesem Jahr nun Seniorenwohnen mit der Résidence Bonacasa Living Crissier. Es handelt sich um ein sehr spezifisches Segment mit besonderen Anforderungen – etwa bei Konzeption und Grösse sowie bei der Gestaltung der Wohnungen, der Gemeinschaftsflächen, der Fitness- und Wellnessinfrastruktur für die Bewohner und der Unterstützungsangebote. Gleichzeitig müssen die Mietzinse für Senioren tragbar bleiben.»
Wie üblich können die Teilnehmenden das Projekt gemeinsam mit den Verantwortlichen besichtigen
Diese Anforderungen machen den Businessplan eines Gebäudes wie jenes in Crissier besonders anspruchsvoll. Deshalb braucht es – wie die Veranstaltung zeigen wird – innovative Lösungen: eine aktive Zusammenarbeit mit Gemeinde und Kanton, die Entwicklung eines Gesundheits- und Wohlfühlangebots für Bewohner und Quartierbevölkerung, einen an die Nachfrage angepassten Wohnungsmix sowie Investoren, die sich gezielt für dieses Thema interessieren. Ziel ist es, flexible Lebensräume zu schaffen, die auf unterschiedliche Bedürfnisse reagieren und ein selbstbestimmtes Altern zu Hause in Komfort, Sicherheit und Gelassenheit ermöglichen.
Wie bei jeder Journée romande des fonds immobiliers üblich, erhalten die Teilnehmenden nicht nur einen transparenten Einblick in den Businessplan durch die wichtigsten Projektbeteiligten. Im Anschluss können sie auch das Gebäude und die Wohnungen besichtigen, um sich vor Ort ein Bild von den Besonderheiten und den Anforderungen eines solchen Projekts zu machen.
Ein dichtes Programm mit viel Potenzial
Konkret beginnt die Tagung mit einer Analyse des aktuellen Marktes für direkte und indirekte Immobilienanlagen in der Schweiz – verbunden mit einer Frage, die alle Akteure beschäftigt: Hält die aussergewöhnliche Wachstumsphase der vergangenen Jahre an? Danach folgt die Präsentation des Projekts in Crissier, gefolgt von der Vorstellung zweier Vehikel indirekter Immobilienanlagen: Bonhôte-Immobilier SICAV und Bâloise Swiss Property Fund. Anschliessend stehen ein Apéro riche und Networking auf dem Programm, bevor die Besichtigung des von Bonacasa ausgestatteten Gebäudes beginnt.
«Auch in diesem Jahr werden wieder mehr als 200 Personen erwartet», erklärt Nissrine Asrar von IMvestir Partners SA. «Angesichts der Nachfrage – die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung über die Website von IMvestir ist jedoch erforderlich – könnten wir deutlich mehr Personen empfangen. Das ginge allerdings zulasten der Qualität der Gespräche. Uns ist wichtig, dass diese Veranstaltung nicht nur informativ, sondern auch angenehm ist: Die Teilnehmenden sollen Neues lernen, zugleich aber genügend Zeit für den Austausch und für Gespräche mit den anwesenden Fachkollegen haben.»
Immoday-Redaktion
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