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Mit dem «Ende des Iran-Konflikts» scheint das Interesse der Anleger an Schweizer Immobiliengesellschaften etwas nachgelassen zu haben, denn im Juni kehrte in dieser Anlagekategorie wieder Normalität ein: Die durchschnittliche YTD-Performance ging auf 5,8% zurück und blieb erstmals seit Monaten wieder hinter der SMI-Performance (+7,2%) zurück. Wenig überraschend ging damit auch ein Rückgang der Transaktionszahlen einher, sodass das durchschnittliche Handelsvolumen wieder unter jenes der kotierten Fonds sank. Ansonsten bleibt im Bereich der Schweizer Immobiliengesellschaften alles ruhig.
Vor zwei Monaten, als es so gut wie sicher schien, dass der Iran-Konflikt auf dem Verhandlungsweg beendet werden würde, setzte eine Entwicklung ein, die sich im Juni fortsetzte: Nach der aussergewöhnlichen Wachstumsphase zu Jahresbeginn bekamen die Schweizer Immobilienunternehmen den Rückzug jener Anleger zu spüren, die sowohl in Immobilien als auch im Schweizer Franken Zuflucht gesucht hatten.
Im Juni gab der REAL-Index weiter nach, sodass seine YTD-Performance Ende Monat bei +5,8% lag (Ende Mai: +6,8%, Ende April: +10,4%).
Damit bleiben die Immobiliengesellschaften zwar hinter den Blue Chips zurück (SMI: +7,2%), schneiden aber immer noch deutlich besser ab als die kotierten Fonds (SWIIT: +0,8%) und die nicht kotierten Fonds (+2,7% laut den Angaben des Immo Desk der BCV).
Gleichzeitig sank auch das durchschnittliche Agio der Immobiliengesellschaften. Es lag Ende Juni bei 33,2% und damit wieder unter dem durchschnittlichen Agio der kotierten Fonds (+ 34,6%).
Deutlicher Rückgang des Handelsvolumens
Dass das rege Anlegerinteresse, das den Höhenflug der Immobiliengesellschaften zu Beginn des Jahres ausgelöst hatte, inzwischen nachgelassen hat, zeigt sich am Rückgang des durchschnittlichen täglichen Handelsvolumens. Gemäss den von SFP veröffentlichten Daten sank dieses Ende Juni wieder auf sein historisches Durchschnittsniveau von rund 40 Millionen Franken, nachdem es Ende März noch bei fast 70 Millionen Franken gelegen hatte. In einem vergleichsweise illiquiden Markt ist diese Differenz erheblich.
Damit liegt das tägliche Handelsvolumen der Immobiliengesellschaften erneut unter dem der kotierten Fonds, die im Schnitt auf 45 Millionen Franken pro Tag kommen.
Die höchsten täglichen Handelsvolumen aller indirekten Immobilienanlagen verzeichnen allerdings nach wie vor Immobiliengesellschaften: Swiss Prime Site und PSP Swiss Property. Erst danach folgt der UBS Swiss Sima, der Gigant unter den börsenkotierten Fonds. Das Handelsvolumen von Swiss Prime Site war im Juni immer noch doppelt so hoch wie jenes des UBS Swiss Sima
Beste Performance im 1. Halbjahr: Züblin
Das Interesse der Anleger an Swiss Prime Site spiegelt sich auch im Agio der Aktie wider: Per Ende Juni belief es sich auf 55,8% (YTD-Gesamtrendite: +9,9%). Damit weist Swiss Prime Site mit Abstand das höchste Agio aller kotierten Schweizer Immobiliengesellschaften auf. Es folgt Intershop mit einem Agio von 48,8% (YTD-Gesamtrendite: +8,8%).
Betrachtet man nur die YTD-Gesamtrendite, liegt Züblin an der Spitze: Das Unternehmen legte im 1. Halbjahr um 19,1% zu (Agio: +20,1%). Danach folgt die HIAG Immobilien Holding AG mit einer YTD-Gesamtrendite von 17,4% (Agio: +15,4%).
Grosser Immobilienverkauf bei PSP
PSP Swiss Property hat kürzlich einen Immobilienkomplex in einem Vorort von Zürich für 150 Millionen Franken verkauft. Diese grosse Transaktion ermöglicht es dem Unternehmen sowohl Schulden abzubauen als auch Akquisitionen zu tätigen. Der Käufer ist der von der Investissements Fonciers SA (IFSA) neu aufgelegte La Foncière Urban Development L-QIF (LFUD L-QIF). Dieser L-QIF soll nach Fertigstellung der ersten Wohnbauprojekte übrigens in einen klassischen Immobilienfonds umgewandelt und anschliessend an die Börse gebracht werden.
Cham Swiss Properties hat den Rückkauf des gesamten Aktienkapitals ihrer Tochtergesellschaft Bredella Beteiligungen bekannt gegeben. Das Zuger Immobilienunternehmen schloss eine Vereinbarung mit den Minderheitsaktionären ab und übernahm im Rahmen eines Aktientauschs deren Anteil von 30,9%. Die für den Abschluss der Transaktion erforderliche Kapitalerhöhung wird den Aktionärinnen und Aktionären von Cham Swiss Properties laut Pressemitteilung des Unternehmens an der nächsten ordentlichen Hauptversammlung vorgelegt.
Die Redaktion • Immoday.ch
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