«Die Immo ist zur führenden Messe für Schweizer Immobilieninvestoren geworden»
Roland Vögele, CEO, MV Invest AG

«Die Immo ist zur führenden Messe für Schweizer Immobilieninvestoren geworden»

Interview 7 min Die Redaktion

In den vergangenen 14 Jahren hat sich die Immo als Pflichttermin für alle Fachleute des Bereichs der direkten und indirekten Immobilienanlagen in der Schweiz etabliert. Die jüngste Ausgabe ist gerade zu Ende gegangen und zog 6700 Besucher und über 200 Aussteller aus dem ganzen Land an. Sie kamen, um zu networken, Vorträge zu besuchen, neue Ideen zu sammeln und Kunden zu treffen. Das sind 30% mehr als bei der letztjährigen Immo. Wie erklärt sich dieser Erfolg? Diese Frage haben wir Roland Vögele gestellt. Er ist der Organisator der Messe und kündigt bereits ein Wiedersehen für den 13. und 14. Januar 2027 in der Halle 550 in Zürich Oerlikon an.

Die Immo 26 ist vorüber und war für alle Beteiligten ein Erfolg. Das zeigte sich auch an der grossen Menschenmenge, die sich in der neuen Halle, in der die Messe stattfand, versammelt hatte. Zu manchen Zeiten war es dort so voll, dass es schwierig war, sich fortzubewegen. Dabei sind es erst 14 Jahre, seit diese Immobilienmesse erstmals stattfand, damals mit 15 Ausstellern auf gerade einmal 80 Quadratmetern.

An der diesjährigen 14. Ausgabe trafen sich 6700 Besucher und über 200 Aussteller aus der ganzen Schweiz, darunter eine grosse Delegation aus der Romandie – keine Selbstverständlichkeit für eine Veranstaltung in Zürich. Zudem gab es Dutzende von Konferenzen, oft zu ganz spezifischen Themen, die von führenden Fachleuten der Branche geleitet wurden. Nach dem offiziellen Türschluss gab es auch eine beachtliche Anzahl von Apéros, die für ein gutes Networking natürlich unerlässlich sind.

Wie geht es nun weiter? Diese Frage haben wir Roland Vögele gestellt. Er ist CEO von MV Invest, einer unabhängigen Beratungsfirma, die sich auf den Schweizer Immobilienmarkt spezialisiert hat und seit 14 Jahren die Immo veranstaltet.

Roland Vögele, Sie haben gerade die Immo 26 abgeschlossen. Wie ist Ihr Gesamteindruck von der diesjährigen Ausgabe?

Die Messe bringt nach wie vor alle wichtigen Akteure aus dem Bereich der direkten und indirekten Immobilienanlagen aus der Romandie und der Deutschschweiz zusammen. Die Stimmung war ausgezeichnet. Es kam uns zugute, dass diese Messe zu Beginn des Jahres stattfindet, denn 2025 war für den gesamten Bereich – also sowohl für direkte als auch für indirekte Immobilienanlagen – ein ziemlich aussergewöhnliches Geschäftsjahr, weshalb die Teilnehmer eher gut gelaunt waren. Der gute Geschäftsgang hielt sie jedoch nicht davon ab, die Messe zu besuchen und nach neuen Ideen für die Zukunft zu suchen.

Bereiten ihnen die steigenden Immobilienpreise keine Sorgen?

Der Optimismus ist echt, doch eine gewisse Anspannung ist spürbar: Immobilien sind in der Tat teuer geworden. Die Verwalter erklären, dass es schwierig wird, Gebäude zu finden, die noch attraktive Renditen bieten. Es mag paradox erscheinen, aber sie suchen weiterhin nach frischem Geld und führen Kapitalerhöhungen durch. Sind die Mittel einmal beschafft, müssen sie investiert werden, selbst wenn die Preisniveaus hoch sind. Auch die Refinanzierung bereitet mehr Sorgen als auch schon. Die Fremdkapitalkosten sind zwar immer noch niedrig, doch die Margen sind gestiegen.

Kommen wir zurück zur Immo 26. In diesem Jahr haben Sie rund 6700 Besucher und mehr als 200 Aussteller empfangen. Was sind Ihre mittelfristigen Ziele?

Unsere Priorität ist nicht quantitatives Wachstum um jeden Preis. Die Immo ist eine B2B-Messe, auf der sich die Branche präsentieren kann und die Investoren die richtigen Ansprechpartner finden und neue Lösungen entdecken können. Es würde keinen Sinn machen, eine Besucherzahl von 10 000 zu erreichen, wenn dabei die Qualität leidet.

Das Wachstum seit der ersten Ausgabe vor 14 Jahren ist beeindruckend.

Als wir anfingen, waren es 15 Unternehmen auf 80 Quadratmetern! In den ersten Jahren kamen vielleicht 200 Besucher, die tatsächlich mit Immobilienanlagen zu tun hatten. Doch wir haben uns immer wieder neu ins Zeug gelegt, und die Begeisterung der Besucher und Aussteller wuchs Jahr für Jahr, bis wir für Investoren, die ihr Geld direkt oder indirekt in Schweizer Immobilien anlegen, zur führenden Messe geworden sind.

Eine Messe, die sich im Übrigen nicht nur auf die beiden Veranstaltungstage beschränkt.

Das stimmt. Die Immo ruht auf drei Säulen: dem physischen Treffen aller Akteure der Immobilienbranche an den beiden Messetagen, der Weiterbildung dank Forum und Stage 8 mit Dutzenden von Referaten und einer ständig steigenden Teilnehmerzahl sowie last but not least dem Magazin, das im Vorfeld in grosser Auflage auf Französisch und Deutsch verteilt wird. Dieser breite Ansatz verleiht der Messe echte Tiefe.

Gibt es noch Kategorien, die bei den Ausstellern nicht ausreichend vertreten sind?

Wir würden gerne auch die Immobilienstiftungen begrüssen. Zudem sind nicht alle kotierten Immobilienunternehmen vertreten. Auch die Architekten, die im Immobilienbereich wichtige Akteure sind, sind unterrepräsentiert, wenngleich das Interesse allmählich wächst. Wir werden unsere Anstrengungen verdoppeln, um sie für die nächsten Ausgaben zu gewinnen.

Und auf der Seite der Besucher: Welche Profile würden Sie gerne mehr sehen?

Vermögensverwalter und Privatbanken. Ihr Interesse an Immobilien, insbesondere an verbrieften, nimmt erkennbar zu, aber das Potenzial ist noch gross. Wer kommt, hängt auch stark von der Arbeit der Aussteller ab, denn sie müssen ihre Kunden und Partner proaktiv einladen.

In diesem Jahr ist die Messe in eine neue Halle umgezogen. Welche künftigen Entwicklungen sind zu erwarten?

Wir bleiben in dieser Halle und werden die Nutzung des verfügbaren Raums optimieren, ohne dabei alles umzukrempeln. Jede Standortänderung verlangt eine Anpassungsphase. Da es jedoch unser vierter Umzug in 14 Jahren ist, sind wir mit den Herausforderungen vertraut.

Die 14. Ausgabe der Immo ist gerade zu Ende gegangen. Welches ist das Rezept für den anhaltenden Erfolg?

Nichts ist jemals selbstverständlich. Wer sich nicht weiterentwickelt, zu teuer wird oder vom Grössenwahn befallen wird, geht schnell unter. Dafür gab es in den letzten Jahren mehrere Beispiele. Man muss sich immer wieder infrage stellen und so nah wie möglich an den Erwartungen der Aussteller und Besucher bleiben. Man muss flexibel und erfinderisch sein und immer wieder neue Ideen einbringen. Glücklicherweise gehen uns diese nicht aus. Entscheidend ist auch die Qualität der Organisation. Heutzutage mangelt es den Unternehmen nicht nur an finanziellen, sondern auch an zeitlichen Ressourcen. Viele zögern, weil sie die Teilnahme an Messen für zu personal- und arbeitsintensiv halten. Bei der Immo ist das nicht der Fall. Hier wird alles schlüsselfertig geliefert: standardisierte Module, die für alle gleich sind und innerhalb weniger Stunden auf- und abgebaut werden können.

Es ist Ihnen gelungen, die Romandie und die Deutschschweiz zusammenzubringen. Was ist Ihr Geheimnis?

Wir haben diese Veranstaltung als Branchenvertreter ins Leben gerufen, nicht als professionelle Messeorganisatoren. Dass ich ein in Zürich lebender Romand bin, hat wahrscheinlich auch geholfen. Ich kenne den Immobilienmarkt in der Romandie gut und verfüge dort über ein grosses Netzwerk. Ich weiss ganz genau, dass die Westschweiz im Bereich Immobilienanlagen ein unumgänglicher Akteur ist, der auch in Zürich präsent sein muss, wenn er sich schweizweit entwickeln will. Die Messe trägt dieser wirtschaftlichen Realität Rechnung. Zudem stelle ich fest, dass die Romands immer mehr Freude daran haben, nach Zürich zu kommen. Das war nicht immer so.

Haben Sie angesichts des Erfolgs der Immo vor, weitere Messen zu organisieren?

Nein, nicht in dieser Form. Die Schweiz ist ein kleiner Markt, auf dem bereits viele Veranstaltungen stattfinden. Es ist wichtig, konzentriert und effizient zu bleiben. Es ist effizienter, das, was schon funktioniert, immer weiter zu verbessern. Wir freuen uns darauf, im nächsten Jahr am 13. und 14. Januar 2027 erneut alle Fachleute des Immobilienanlagebereichs in derselben Halle 550 in Zürich Oerlikon zu treffen.

Die Redaktion • Immoday.ch

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