Vorkaufsrecht: Lausanne stockt Mittel deutlich auf
© Nolan Crelier

Vorkaufsrecht: Lausanne stockt Mittel deutlich auf

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Die Stadt Lausanne will in den kommenden fünf Jahren 200 Millionen Franken für den Kauf von Liegenschaften einsetzen. Unter anderem soll dabei das Vorkaufsrecht genutzt werden, um den Bestand an preisgünstigem Wohnraum in der Stadt zu erhöhen. Einige Mitglieder der linken Mehrheit drängen die Stadt dazu, bis zu einem Drittel des Lausanner Wohnimmobilienbestands zu erwerben.

Die Tageszeitung «24 heures» hat es publik gemacht: Die Lausanner Stadtregierung wollte 130 Millionen Franken für den Kauf von Wohnliegenschaften bereitstellen, um einen bedeutenden Bestand an preisgünstigem Wohnraum in der Stadt zu erhalten. Auf Druck der Finanzkommission könnte diese Summe jedoch auf bis zu 200 Millionen Franken ansteigen. Das gab es bisher noch nie: In der vergangenen Legislaturperiode hatte die Stadtregierung 130 Millionen Franken für den Erwerb von Liegenschaften aufgewendet.

Seit 2020 hat Lausanne bereits sechzehnmal Gebrauch vom Vorkaufsrecht gemacht 

Und das ist vielleicht erst der Anfang: Laut «24 heures» drängt ein Teil der linken Mehrheit die Stadt dazu, noch mehr zu kaufen – mit dem Ziel, künftig einen Drittel des Wohnimmobilienbestands zu besitzen.

Für Immobilieninvestoren liegt das Problem darin, dass die Stadt Lausanne beim Erwerb dieser Liegenschaften voraussichtlich von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen wird. Seit der Einführung dieses Rechts im Jahr 2020 hat sie es bereits sechzehnmal genutzt und hat dabei insgesamt mehr als 300 Wohnungen erworben.

Die rechte Minderheit lehnt diese Erwerbspolitik selbstverständlich ab. Sie ist der Ansicht, dass es nicht Aufgabe der Stadtregierung ist, in den Immobilienmarkt einzugreifen. Doch angesichts der soliden linken Mehrheit in der Stadtregierung, der äusserst tiefen Leerstandsquote und der stark steigenden Mieten ist kaum damit zu rechnen, dass diese Kritik Gehör findet.

Die Redaktion

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