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Der August stand für die Immobiliengesellschaften im Zeichen der Konsolidierung. Das durchschnittliche Agio lag zuletzt bei 23,8%. Vor allem aber schwächte sich die Performance in den vergangenen Wochen ab: Der REAL-Index verzeichnet seit Jahresbeginn nur noch ein Plus von 2,6% (+6,2% Ende Juli). Damit liegt er weiterhin deutlich vor den kotierten Immobilienfonds (–1,1%), aber hinter dem SMI (+7,9%). Im August veröffentlichten zudem zahlreiche Immobiliengesellschaften ihre Halbjahresergebnisse, die vielfach solide ausfielen.
August, Hitze, Ferien: Es überrascht nicht, dass der Markt für Immobiliengesellschaften besonders ruhig verlief. Dennoch kam es zu einer deutlichen Korrektur. Der REAL-Index liegt seit Jahresbeginn nur noch 2,6% im Plus (+6,2% Ende Juli; +10,4% Ende April).
Die Korrektur ist teilweise rechnerisch auf die Aufnahme von Infracore im Juli zurückzuführen. Die Gesellschaft wurde Ende August mit einem Disagio von 10,2% gehandelt und verzeichnete seit Jahresbeginn eine Gesamtrendite von –3,2%, eine der schwächsten unter sämtlichen Immobiliengesellschaften.
Dies erklärt auch den Rückgang des durchschnittlichen Agios (23,8% Ende August gegenüber 32,7% Ende Juli).
Die Performance des REAL-Index seit Jahresbeginn liegt weiterhin über jener des SWIIT-Index der kotierten Immobilienfonds (–1,1%), aber unter dem Anstieg des SMI (+7,9%).
Novavest Real Estate optimiert ihr Portfolio
Für die Buchhalter war der August alles andere als ruhig: In den vergangenen Wochen veröffentlichten die Immobiliengesellschaften eine Flut von Halbjahresergebnissen. Nachfolgend eine Zusammenfassung.
Novavest Real Estate erzielte einen Gewinn einschliesslich Neubewertungen von 20,1 Millionen Franken (16 Millionen Franken im Vorjahr) und ein operatives Ergebnis ohne Neubewertungen von 15,2 Millionen Franken (12,7 Millionen Franken im Vorjahr).
Das erste Halbjahr war durch den Verkauf von sieben Liegenschaften für insgesamt 74,8 Millionen Franken geprägt. In den kommenden Monaten will das Unternehmen mehrere Renovations- und Entwicklungsprojekte in Schaffhausen und Basel abschliessen. Die Fertigstellung ist für das dritte beziehungsweise vierte Quartal 2026 vorgesehen.
Deutlicher Anstieg des Halbjahresgewinns bei Epic Suisse
Epic Suisse erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Reingewinn von 39,8 Millionen Franken (+32,7%). Der Reingewinn ohne Neubewertungen belief sich auf 22 Millionen Franken.
Das Halbjahr war durch den Verkauf der Liegenschaft Vennes III in Lausanne für 51 Millionen Franken geprägt. In den kommenden Monaten setzt die Gesellschaft die Vermarktung ihrer laufenden Entwicklungsprojekte fort. Für das letzte Geschoss des Campus Leman steht eine Vertragsunterzeichnung unmittelbar bevor.
Allreal steigert das operative Ergebnis
Allreal erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen operativen Reingewinn ohne Neubewertungen von 75,6 Millionen Franken (62,6 Millionen Franken im Vorjahr). Der gesamte Reingewinn belief sich auf 105,6 Millionen Franken.
Die Entwicklung des Portfolios war durch den Erwerb einer Büroliegenschaft in Genf sowie den Verkauf von sechs kleineren Wohnliegenschaften in der Westschweiz und einer Liegenschaft in Basel geprägt. Der gesamte Verkaufserlös belief sich auf 15,7 Millionen Franken.
Neubewertungen treiben den Reingewinn von Plazza deutlich nach oben
Plazza erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Reingewinn von 42,2 Millionen Franken (getragen von Neubewertungen in Höhe von 40,5 Millionen Franken). Der Reingewinn ohne Neubewertungen lag bei 11,8 Millionen Franken. Das operative Ergebnis (EBIT ohne Neubewertungen) erreichte 15,4 Millionen Franken.
Der Ertragsanstieg ist hauptsächlich auf die Integration einer neu erworbenen Liegenschaft in Affoltern am Albis zurückzuführen. In den kommenden Monaten wird die Gesellschaft ihr Renovationsprogramm in Zürich fortsetzen.
Swiss Prime Site legt auf breiter Front zu
Swiss Prime Site erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Reingewinn von 192,5 Millionen Franken (+17,2%) und ein EBITDA von 363,6 Millionen Franken (+19,6%). Die Mieterträge beliefen sich auf 230,6 Millionen Franken.
Das Portfolio verkleinerte sich infolge von Portfoliobereinigungen leicht und umfasst noch 127 Gebäude mit einem Gesamtwert von 14 Milliarden Franken. Für die kommenden Monate rechnet die Gruppe mit einem deutlichen Anstieg der Mieterträge und setzt ihr organisches Wachstum fort.
Portfolio von Zug Estates erreicht 2 Milliarden Franken
Zug Estates erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Reingewinn von 42,9 Millionen Franken. Der Reingewinn ohne Neubewertungen und Sondereffekte stieg um 6,6% auf 21,2 Millionen Franken. Der Liegenschaftenertrag belief sich auf 35,8 Millionen Franken.
Das gesamte Immobilienportfolio erreichte einen Wert von 2 Milliarden Franken. Grössere Akquisitionen erfolgten während des Berichtszeitraums nicht. Für das Gesamtjahr erwartet die Gesellschaft einen Reingewinn ohne Neubewertungen, der leicht über dem Vorjahreswert liegt. Dazu sollen insbesondere tiefere Kosten beitragen.
Höhere Mieterträge bei Mobimo
Mobimo erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Reingewinn von 126,8 Millionen Franken (+15,5%). Der Reingewinn ohne Neubewertungen sank dagegen auf 47,9 Millionen Franken.
Die Mieterträge stiegen auf 74,2 Millionen Franken. Dazu trugen insbesondere die Fertigstellung des Scholer-Komplexes in Lausen und des Emwe-Parks bei. Das Immobilienportfolio erreichte einen Wert von 4,3 Milliarden Franken. Für die kommenden Monate strebt das Unternehmen ein organisches Wachstum der Mieterträge von rund 3% an.
Infracore veröffentlicht Halbjahreszahlen aus der Zeit vor der Kotierung
Infracore erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Reingewinn von 22,8 Millionen Franken (+5,5%) und ein EBITDA von 32,4 Millionen Franken. Der Marktwert des Portfolios belief sich nach dem Verkauf zweier kleinerer Liegenschaften in Solothurn und Sorengo auf 1,4 Milliarden Franken.
Der im Juli 2026 abgeschlossene Börsengang und der Erwerb der Liegenschaft See-Spital in Horgen sind in diesen Halbjahreszahlen noch nicht berücksichtigt. Für das Gesamtjahr rechnet die Gesellschaft mit Mieterträgen von rund 74 Millionen Franken und bestätigt ihre Ausschüttungsziele
Warteck Invest mit tieferem Halbjahresgewinn
Der Halbjahresgewinn von Warteck Invest sank um 9,4%. Der EBIT ohne Neubewertungen stieg dagegen um 6,5% auf 18,7 Millionen Franken.
Der Reingewinn ging auf 18 Millionen Franken zurück. Belastet wurde er durch einen Steueraufwand von 5,4 Millionen Franken infolge buchhalterischer Anpassungen und des Verkaufs einer Wohnliegenschaft in Basel.
Der Wert des Immobilienportfolios stieg um 6,9% auf 1,1 Milliarden Franken. Warteck Invest verfügt nach eigenen Angaben über eine gut gefüllte Projektpipeline im Umfang von 230 Millionen Franken.
Investis steigert den Gewinn deutlich
Investis steigerte den Reingewinn im ersten Halbjahr um 53% auf 30,1 Millionen Franken. Unterstützt wurde die Entwicklung durch die hohe Nachfrage in der Genferseeregion. Auch die Profitabilität nahm zu: Das EBITDA (ohne Neubewertungen und Veräusserungen) stieg um 9,3% auf 26,7 Millionen Franken.
Der Wert des Immobilienportfolios erhöhte sich leicht auf 2,29 Milliarden Franken. Aufgrund des strukturellen Mangels an bebaubaren Flächen wurden für die kommenden Monate keine grösseren Projekte angekündigt. Das Unternehmen konzentriert sich stattdessen auf die Konsolidierung seines bestehenden Portfolios.
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