
Es ist bekannt, dass Swaps bei boersennotierten Immobilienvehikeln stark nachgefragt sind. Eine von der Hochschule Luzern durchgefuehrte Umfrage bestaetigt, dass sie auch bei den Pensionskassen auf grosses Interesse stossen. So plant ein Viertel der Pensionskassen Sacheinlagen zu taetigen; bei einer Beschraenkung auf kleine Pensionskassen, die weniger als 500 Millionen Franken verwalten, steigt dieser Anteil sogar auf ein Drittel. Fuer die Pensionskassen fuehren diese Swaps zu Effizienzgewinnen und ermoeglichen es den Teams, sich auf ihr Kerngeschaeft zu konzentrieren.
Es ist allgemein bekannt: Swaps liegen im Trend. Wir haben vor einigen Wochen bereits einen Artikel zu diesem Thema veroeffentlicht. Bislang stand dabei vor allem die Sicht der Fondsmanager im Vordergrund, fuer die dieses Instrument ein effizientes Mittel darstellt, um ihr Immobilienportfolio zu staerken, ohne auf neue Kapitalzufluesse angewiesen zu sein.
Dank einer aktuellen Umfrage der Hochschule Luzern ist nun auch die Perspektive der Pensionskassen bekannt. Insgesamt fallen die Einschaetzungen sehr aehnlich aus.
Zunaechst eine gute Nachricht fuer Anlagefonds: Ein Viertel der Pensionskassen zeigt Interesse an Sacheinlagen, um ihre Immobilienstrategie zu optimieren. Bei den kleinen Pensionskassen, die weniger als 500 Millionen Franken verwalten, steigt dieser Anteil sogar auf ein Drittel. Bei den mittelgrossen Pensionskassen mit einem verwalteten Vermoegen zwischen 500 Millionen und 3 Milliarden Franken sinkt der Wert auf 19%. Die grossen Pensionskassen mit einem Vermoegen von ueber 3 Milliarden Franken zeigen hingegen kein Interesse – was wenig ueberrascht.
Mit diesen Sacheinlagen erleichtern sich die Pensionskassen tatsaechlich das Leben
Ein Argument, das von Immobilienfonds haeufig angefuehrt wird – die Risikodiversifikation –, spielt fuer die Pensionskassen keine zentrale Rolle (zumindest nicht fuer 70% der befragten Institute). Hingegen sind der Mangel an personellen Ressourcen und an spezifischem Know-how klare Faktoren, die Pensionskassen dazu bewegen, das Management ihrer Immobilienanlagen auszulagern. Damit decken sich ihre Argumente mit jenen der Anlagefonds. Fuer die Pensionskassen ermoeglichen diese Sacheinlagen Effizienzgewinne, indem sie die internen Teams entlasten und ihnen erlauben, sich staerker auf ihr Kerngeschaeft zu fokussieren.
Hunderte von Pensionskassen zeigen Interesse an Swaps
Insgesamt betrachtet ist das Glas halb leer insofern, als drei Viertel der Pensionskassen keinen Swap in Erwaegung ziehen und die direkte Bewirtschaftung ihrer Immobilienanlagen bevorzugen.
Das Glas ist jedoch halb voll fuer die boersennotierten Immobilienvehikel: Mehrere hundert Pensionskassen zeigen Interesse an Swaps (laut Bundesamt fuer Statistik gibt es in der Schweiz rund 1’300 Pensionskassen. Die Studie der Hochschule Luzern hat 228 davon befragt, die ein Investitionsvolumen von 568 Milliarden Franken repraesentieren, was rund 50% des Gesamtvermoegens der Schweizer Pensionskassen entspricht).
Kurzum: Swaps scheinen eine vielversprechende Zukunft vor sich zu haben, wie auch die zahlreichen in den letzten Wochen angekuendigten Transaktionen belegen – darunter sogar in bislang eher untypischen Bereichen wie der Industrieimmobilie.
Immoday-Redaktion
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