Nicht kotierte Immobilienfonds mit leichter Konsolidierung im Mai

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Im Mai sind die nicht kotierten Immobilienfonds weitgehend auf der Stelle getreten. Dennoch erzielen sie mit einer Performance von +2,3% seit Jahresbeginn weiterhin bessere Ergebnisse als der SWIIT-Index der kotierten Fonds (+0,3%), bei gleichzeitig deutlich geringerer Volatilität Bemerkenswert ist zudem, dass sie sogar besser abschneiden als der SMI (+2,2%). Gleichzeitig bleibt das Interesse der Investoren hoch, was sich in neuen angekündigten Kapitalerhöhungen zeigt. Demgegenüber steht der Weggang des Pretium Real Estate Fund, der Mitte Mai an die Börse gegangen ist.

Die Monate verlaufen für die nicht kotierten Immobilienfonds weitgehend gleich und insgesamt ruhig: Der Jahresbeginn gestaltet sich insgesamt eher stabil – zumindest im Vergleich zu den Turbulenzen, die die Märkte in den vergangenen Monaten erschüttert haben.

Zwar kam es im Mai zu einem leichten Rückgang (–0,03% gemäss den vom Immo Desk der BCV veröffentlichten Daten), doch besteht kein Grund zur Sorge: Seit Jahresbeginn erreichen die Fonds eine Performance von +2,3% – und liegen damit sowohl über dem SWIIT-Index der kotierten Fonds (+0,3%) als auch über dem SMI (+2,2%). Das ist durchaus bemerkenswert.

Allerdings bleibt die Performance der nicht kotierten Fonds deutlich hinter jener des REAL-Index der Immobiliengesellschaften zurück, der trotz des Drucks in den letzten Wochen bei +6,8% liegt.

Nicht kotierte Immobilienfonds halten, was sie versprechen

Über die reine Feststellung hinaus zeigt sich in einem Umfeld, in dem alle kotierten Immobilienvehikel eine hohe Volatilität aufweisen, dass nicht kotierte Fonds ihre Versprechen einlösen: stabile Kurse und Erträge, geringe Volatilität (grob geschätzt rund dreimal niedriger als bei kotierten Fonds) und – in der grossen Mehrheit der Fälle – kein Agio beim Erwerb von Anteilen.

Damit erfüllen sie die Erwartungen von Investoren, die auf sehr langfristige Anlagen setzen und stabile Erträge erzielen möchten, ohne sich unnötigen Schwankungen auszusetzen.

Wie der Immo Desk der BCV festhält, hebt sich seit Jahresbeginn insbesondere der Fonds GF Switzerland mit einer Performance von +12% hervor. Zur Erinnerung: Der Fonds wurde im Dezember 2025 lanciert und hat im April erfolgreich eine Kapitalerhöhung von 21 Millionen Franken abgeschlossen.

Beim Gesamtertrag folgt auf GF Switzerland die Urbania Real Estate SICAV (+7,7%) sowie die Von Graffenried Immobilien SICAV (+7,2%). Damit bleibt es beim gleichen Führungstrio wie im Vormonat, mit kaum Veränderungen bei den jeweiligen Performances.

Pretium Real Estate Fund ist an die Börse gegangen

Wie angekündigt ist der Pretium Real Estate Fund Mitte Mai an die Börse gegangen. Der Fonds, der hauptsächlich in Wohnimmobilien in der Deutschschweiz investiert, schloss den Monat mit einem Agio von 3,4% und einer leicht negativen Performance von –0,7% ab.

Dies ist eine Folge der üblichen Gewinnmitnahmen nach einem Börsengang, zeigt aber gleichzeitig, dass der Fonds bei Investoren nur auf begrenztes Interesse stösst. Möglicherweise liegt dies an der Grösse des Vehikels, das an der Börse mit knapp 300 Millionen Franken bewertet ist – und damit deutlich unter der allgemein als kritisch betrachteten Mindestgrösse.

Zur Erinnerung: Der Fonds hatte Ende April erfolgreich eine Kapitalerhöhung von 48 Millionen Franken abgeschlossen.

Abgesehen davon hat die SICAV Truststone Real Estate eine Kapitalerhöhung für Juli angekündigt. Der Fonds plant, im Juli 2026 rund 35 Millionen Franken aufzunehmen. Diese Mittel sollen den Erwerb von gemischt genutzten und gewerblichen Immobilien im Kanton Waadt finanzieren – bei attraktiver Rendite und einer Leerstandsquote von null, wie der Fonds mitteilt.

Immoday-Redaktion 

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