
Wie erwartet rücken die Immobilienfonds von Helvetia und Bâloise näher zusammen. Ende Januar wurde die Fusion von Helvetia Asset Management SA und Baloise Asset Management SA angekündigt – eine Transaktion, die frühestens Mitte 2026 wirksam werden soll. In der Folge werden beide Vehikel von einer einzigen Fondsleitung verwaltet. Vorstufe zu einer späteren Fondsfusion? Davon gehen zahlreiche Experten aus, da beide Vehikel in etwa dieselbe Grösse aufweisen und eine vergleichbare Anlagestrategie verfolgen. Ein Zusammenschluss würde es ihnen ermöglichen, die neue kritische Grösse zu überschreiten und ihre Liquidität zu erhöhen.
Anfang Dezember 2025 wurde die Fusion der beiden Schweizer Versicherungskonzerne Helvetia und Bâloise vollzogen und führte zur Entstehung eines Schwergewichts mit rund 20 % Marktanteil im Schweizer Versicherungsmarkt – sowie zweier Immobilienanlagefonds.
Der gesamte Sektor hatte ein Zusammenrücken dieser beiden Fonds erwartet, analog zu dem, was zuvor bei Credit Suisse und UBS zu beobachten war.
Genau dies zeichnet sich nun ab – und schneller als erwartet – mit der Ende Januar bekannt gegebenen Fusion von Helvetia Asset Management und Baloise Asset Management, die frühestens Mitte 2026 umgesetzt werden soll.
Wie aus der Mitteilung der Gruppe hervorgeht, werden zum Zeitpunkt der Fusion sämtliche Aktiven und Passiven von Helvetia Asset Management SA auf Baloise Asset Management SA übertragen.
Die Fondsleitungsfunktion von Helvetia Asset Management SA wird auf Baloise Asset Management SA übertragen
Parallel dazu wird – sofern die Gruppe sämtliche erforderlichen Bewilligungen der Finma erhält – auch die Funktion von Helvetia Asset Management SA als Fondsleitung des Helvetia (CH) Swiss Property Fund auf Baloise Asset Management SA übergehen.
Dies kommt nicht wirklich überraschend. Marktbeobachter waren der Ansicht, dass die Struktur von Bâloise robuster, umfassender und besser organisiert ist als jene von Helvetia.
Unverändert bleibt hingegen die Depotbank, nämlich die Zürcher Kantonalbank.
In der Mitteilung wird zudem präzisiert, dass diese Fusion vorerst weder die Unabhängigkeit der beiden Fonds noch deren Anlagestrategie betrifft. Nichtsdestotrotz rechnet ein Grossteil der Branche langfristig mit einer Fusion der beiden Vehikel.
Auf dem Weg zu einer Fusion der beiden Immobilienfonds?
Tatsächlich verfolgen beide Fonds dieselbe Anlagepolitik, mit Fokus auf Wohnimmobilien in den grossen urbanen Zentren. Vor allem aber weisen sie nahezu identische Grössen auf und stossen bei den Investoren auf ein vergleichbares Interesse.
Zur Erinnerung: Ende Januar wies der Helvetia Swiss Property Fund eine Börsenkapitalisierung von 1,35 Milliarden Franken mit einem Agio von 34,8 % auf, während der Bâloise Swiss Property Fund bei 1,45 Milliarden Franken mit einem Agio von 38,8 % lag. Diese Grössen sind im aktuellen Marktumfeld eher knapp bemessen, da die neue kritische Grösse für einen kotierten Immobilienfonds inzwischen bei rund 2 Milliarden Franken liegt.
Eine Fusion würde es daher ermöglichen, die Verwaltungskosten zu senken, die Qualität des Portfolios zu stärken und die Liquidität zu erhöhen. Die kombinierte Grösse würde sich auf rund 2,8 Milliarden Franken belaufen und damit deutlich über der kritischen Schwelle liegen.
In den kommenden Monaten wird auch die Zukunft der Anlagestiftungen von Bâloise und Helvetia zu beobachten sein, die gemäss Experteneinschätzung hingegen unabhängig bleiben dürften.
Immoday-Redaktion
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