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Nach den Rückgängen im Mai und Juni haben sich die Immobiliengesellschaften wieder erholt. Der REAL-Index verzeichnete Ende Juli ein Plus von 6,2%. Damit blieb er allerdings hinter der Performance des SMI (+8,3%) zurück. Deutlich besser schnitt er hingegen ab als die kotierten Immobilienfonds (–0,4%). Im Juli kam zudem die auf Spitalimmobilien spezialisierte Infracore an die Börse. Ihre Börsenkapitalisierung lag bei etwas mehr als 800 Millionen Franken.
Der Juli stand für die Immobiliengesellschaften im Zeichen der Erholung. Nach einer eindrücklichen Wachstumsphase zu Jahresbeginn hatten sie im Mai und Juni an Boden verloren.
Ende Juli war der REAL-Index wieder auf +6,2% gestiegen (+5,8% Ende Juni; +6,8% Ende Mai; +10,4% Ende April). Damit lag er weiterhin unter dem SMI (+8,3%), aber deutlich über dem SWIIT-Index der kotierten Immobilienfonds, der Ende Juli in den negativen Bereich gerutscht war (–0,4%).
Gleichzeitig ging das durchschnittliche Agio der Immobiliengesellschaften Ende Juli weiter zurück (32,7% gegenüber 33,2% Ende Juni) und lag damit exakt auf dem Niveau des durchschnittlichen Agios der Immobilienfonds.
Eine neue Immobiliengesellschaft an der Börse: Infracore
Der Rückgang des durchschnittlichen Agios ist auf die neu kotierte Immobiliengesellschaft Infracore zurückzuführen, die auf Spitalinfrastrukturen spezialisiert ist
Das Unternehmen wurde Ende der 1990er-Jahre gegründet (auch wenn es seinen heutigen Namen erst 2015 erhielt und erst 2019 wirklich unabhängig wurde), um die Immobilien des Swiss Medical Network, der zweitgrössten privaten Spitalgruppe der Schweiz, zu verwalten (Swiss Medical Network verkaufte seine Immobilien an Infracore und mietete sie im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back unmittelbar wieder zurück).
Das Portfolio von Infracore umfasst derzeit 47 Immobilien an 19 Standorten in der ganzen Schweiz. Das Unternehmen beziffert deren Wert auf 1,4 Milliarden Franken. Die Börsenkapitalisierung belief sich Ende Juli auf 811 Millionen Franken. Bislang hielten sich die Anleger zurück: Ende Juli wurde die Aktie mit einem Disagio von 8,6% gehandelt.
Das Problem liegt zum einen darin, dass Spitalimmobilien trotz sehr langfristiger Mietverträge vergleichsweise risikobehaftet bleiben. Zum anderen ist die Liquidität der Aktie gering, da zwei Hauptaktionäre rund 75% der Aktien kontrollieren.
Das durchschnittliche Handelsvolumen bleibt höher als bei kotierten Fonds
Auch wenn die Euphorie vom Jahresbeginn bei den Immobiliengesellschaften nachgelassen hat, liegt ihr durchschnittliches Handelsvolumen weiterhin über jenem der kotierten Immobilienfonds. Swiss Prime Site (SPS) führt die Rangliste nach wie vor an. Ihr durchschnittliches Handelsvolumen der vergangenen 30 Tage war mehr als doppelt so hoch wie jenes von UBS Swiss Sima, dem liquidesten kotierten Immobilienfonds.
Darüber hinaus gab es bei den Immobiliengesellschaften im Juli keine grösseren Transaktionen, dafür aber eine interessante Nachricht: Wie bereits in einem früheren Artikel erwähnt, verkaufte PSP kürzlich Immobilienwerte im Umfang von 150 Millionen Franken in der Zürcher Agglomeration, unter anderem um ihre Verschuldung zu reduzieren. Daraufhin hob Moody’s das langfristige Schuldenrating des Unternehmens um eine Stufe von A3 auf A2 an. Der Ausblick ist stabil.
Züblin führt die Performance-Rangliste 2026 weiterhin an
Seit Jahresbeginn verzeichnen mehrere Immobiliengesellschaften eine sehr gute Performance, darunter HIAG Immobilien (+14,3%, bei einem Agio von 12%) und Intershop (+8,5%, bei einem Agio von 47,7%). Nicht zu vergessen ist die bei den Anlegern beliebteste Immobiliengesellschaft Swiss Prime Site (SPS), die ein Agio von 55,1% aufweist (vergleichbar mit jenem der besten kotierten Immobilienfonds) und seit Januar eine Gesamtrendite von 9,8% erzielt hat.
Den stärksten Kursanstieg verzeichnete jedoch Züblin (+19,6%, bei einem Agio von 21,1%). Wie jeden Monat gilt es allerdings daran zu erinnern, dass das Unternehmen mit einer Börsenkapitalisierung von 175 Millionen Franken sehr wenig liquide ist: Bereits eine geringe Anzahl von Transaktionen kann deshalb zu raschen Kursausschlägen nach oben oder unten führen.
Vier Immobiliengesellschaften werden weiterhin mit einem Disagio gehandelt, darunter die bereits erwähnte Infracore (–8,6%) und insbesondere SF Urban Properties (–15,5%).
Die Redaktion • Immoday.ch
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